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Swisscom-Kunden werden künftig ab dem zweiten Anruf eindeutig identifiziert und müssen keine Sicherheitsfragen mehr beantworten. Im Bild eine Mitarbeiterin des Swisscom Call Centers. (Archiv)

Keystone/GAETAN BALLY

(sda-ats)

Wer als Kunde die Hotline der Swisscom anruft, wird künftig über seine Stimme identifiziert. Das Unternehmen führt auf Anfang August ein neues Stimmerkennungssystem ein. Dieses soll unter anderem Schutz vor Datenmissbrauch bieten.

Der sogenannte Stimmabdruck soll eine "schnelle und sicherere Identitätsüberprüfung" ermöglichen, wie die Swisscom am Donnerstag mitteilte. Die Software "Voiceprint" sei im Bankensektor bereits etabliert und werde unter anderem von Barclays und der First Bank erfolgreich eingesetzt.

Mit der stetig wachsenden Verfügbarkeit und Nutzung von Onlinediensten werde es für potentielle Betrüger immer einfacher, im Internet an persönliche Daten zu gelangen und sich als eine andere Person auszugeben, schreibt das Telekomunternehmen. Vor dieser Gefahr soll die neue Software schützen.

Die Kunden werden ab dem zweiten Anruf eindeutig identifiziert und müssen keine Sicherheitsfragen mehr beantworten. Während der Anrufer spricht, misst Voiceprint in wenigen Sekunden verschiedene Stimmmerkmale wie zum Beispiel Frequenz, Geschwindigkeit, Aussprache und Akzente. Aus diesen Merkmalen entsteht ein individueller Stimmabdruck, aufgrund dessen die Stimme "nicht nachgeahmt werden kann".

Gesprächsinhalte würden nicht gespeichert, schreibt die Swisscom weiter. Kunden, die etwas gegen eine Stimmabdruckerfassung haben, können sie im Kundencenter deaktivieren oder den Kundenberater der Hotline darauf hinweisen. Diese Kunden werden in Zukunft weiterhin über die Sicherheitsfragen identifiziert.

Die Swisscom ist sei "nach aktuellem Wissensstand" die erste Schweizer Firma, welche die Software einführe, hiess es am Donnerstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda.

sda-ats

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