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Kundgebungsteilnehmer tragen Transparente und Fahnen am traditionellen 1.-Mai-Umzug in Zürich - rund 10'000 Menschen nahmen daran teil.

KEYSTONE/ENNIO LEANZA

(sda-ats)

Tausende Menschen haben am Sonntag trotz garstigen Wetters den 126. Tag der Arbeit gefeiert - abgesehen von Sachbeschädigungen in Zürich weitgehend friedlich. In den Mittelpunkt des Feiertages stellten die Gewerkschaften den Kampf für eine Rentenerhöhung.

Rund 10'000 Menschen zogen durch die graue Zürcher Innenstadt, ähnlich viele wie 2015 und rund 4000 weniger als 2014. In Basel gingen rund 1000 Personen auf die Strasse, im Vorjahr waren es 1300 gewesen.

Die Demonstrierenden zogen Fahnen schwingend und Transparente haltend vom Messe- zum Barfüsserplatz. In Bern beteiligten sich mehrere hundert Menschen am 1.-Mai-Umzug, in Genf rund 1500. In Lausanne zogen rund 300 Menschen durch die Stadt.

Allerdings gab es auch Krawalle: In Zürich war die Stimmung angespannter als in den Vorjahren. Auf der Umzugsroute durch die Innenstadt kam es zu Sachbeschädigungen in Höhe von mehreren zehntausend Franken. Eine Nachdemo unterband die Polizei allerdings wie in den Vorjahren.

Werbetrommel für Volksinitiative AHVplus

Den diesjährigen Tag der Arbeiten stellten die Gewerkschaften unter das Motto "Gemeinsam kämpfen - für eine starke AHV". Festtagsredner betonten die Wichtigkeit, für eine starke AHV zu kämpfen. "Die AHV ist das Herz des Sozialstaats Schweiz", sagte SGB-Präsident Paul Rechsteiner in Thun BE, Interlaken BE, Bülach ZH und Zug.

Der Kampf für gute Renten, der Kampf für eine starke AHV sei der wichtigste Kampf der kommenden Monate. Er und andere Redner rührten die Werbetrommel für die Volksinitiative AHVplus, die eine Rentenerhöhung um 10 Prozent fordert.

SP-Bundesräte unterwegs

Auch SP-Bundesrat Alain Berset warb an der Maifeier in Aarau für eine starke und stabile AHV: "Wir müssen uns gemeinsam dafür einsetzen." Er mahnte allerdings auch, die Altersvorsorge müsse an den demografischen Wandel angepasst werden. Das müsse auf eine gerechte Art und Weise getan werden und nicht auf dem Buckel der Schwächeren.

Seine Partei- und Amtskollegin Simonetta Sommaruga hielt wie jedes Jahr am Tag der Arbeit keine Rede, sondern besuchte Menschen, die arbeiten mussten. Am diesjährigen 1. Mai besuchte sie die Frauenklinik des Kantonsspitals Winterthur (KSW).

Sommaruga machte - begleitet von zahlreichen Journalisten - einen Rundgang durch die Wöchnerinnenabteilung und durch die Neonatologie, auf der die Frühgeborenen betreut werden.

Die meisten Babys, welche die Bundesrätin für den Fototermin halten oder besuchen durfte, interessierten sich allerdings nicht für den hohen Besuch aus Bern. Sie verschliefen ihren ersten grossen Auftritt.

sda-ats

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