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Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos unterschreibt den Antrag für ein Referendum über ein Friedensabkommen mit der FARC. (Archivbild)

KEYSTONE/EPA EFE/LEONARDO MUNOZ

(sda-ats)

Das Friedensabkommen zwischen der kolumbianischen Regierung und der FARC-Guerilla soll am 26. September unterzeichnet werden. Die feierliche Unterzeichnung finde in der Stadt Cartagena statt, sagte Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos am Freitag.

Nach vierjährigen Verhandlungen hatten Unterhändler der FARC und der Regierung in der vergangenen Woche ein Friedensabkommen zur Beendigung des Konflikts vereinbart. Am Montag war ein endgültiger Waffenstillstand zwischen Regierung und Guerilla in Kraft getreten, damit endete ein 52 Jahre währender Gewaltkonflikt.

Nach der Unterzeichnung des Friedensabkommens hat die FARC 180 Tage Zeit, die Waffen niederzulegen und sich in eine politische Partei umzuwandeln. Die UNO will diesen Prozess überwachen.

Die kolumbianische Bevölkerung stimmt am 2. Oktober in einem Referendum über das Abkommen ab. Einer am Freitag veröffentlichten Umfrage zufolge wollen 59,5 Prozent der Kolumbianer dafür stimmen. 33,2 Prozent wollen dagegen votieren.

Über 260'000 Opfer

Die FARC wurden 1964 im Kampf gegen Grossgrundbesitzer und zur Verteidigung armer Bauern gegründet, die Opfer staatlicher Gewalt wurden. In dem mehr als 50 Jahre währenden bewaffneten Konflikt zwischen linken Rebellen, Paramilitärs, Drogenmafia und Armee wurden in dem südamerikanischen Land mehr als 260'000 Menschen getötet und etwa 6,9 Millionen weitere vertrieben. 45'000 Menschen gelten als verschwunden oder vermisst.

sda-ats

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