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Die türkische Regierung verschärft die Ausreisekontrollen - damit soll verhindert werden, dass am Putschversuch beteiligte ausreisen.

KEYSTONE/EPA TURKISH PRESIDENTAL PRESS OFFICE/HANDOUT

(sda-ats)

Nach dem Putschversuch in der Türkei hat die Regierung unter dem Ausnahmezustand die Ausreisekontrollen für türkische Staatsbürger verschärft. Bei der Passkontrolle an internationalen Flughäfen müssen ausreisende Staatsbürger einen Nachweis ihrer Tätigkeit erbringen.

Man wolle damit die Flucht von Menschen mit Verbindungen zu dem Putschversuch verhindern,hiess es am Freitag aus Regierungskreisen in Ankara.

Staatsbedienstete müssen eine Bescheinigung ihrer Behörde vorlegen, in der ausdrücklich erwähnt wird, dass ihrer Ausreise nichts im Wege steht. Das gilt auch für ihre Ehepartner und Kinder. Andere Beschäftigte müssen nachweisen, dass sie im Privatsektor tätig und somit keine Staatsbediensteten sind.

Die Regierung hat angekündigt, staatliche Stellen von Unterstützern des Predigers Fethullah Gülen zu "säubern", den Präsident Recep Tayyip Erdogan für den Putschversuch verantwortlich macht.

Die Regierung vermutet, dass zahlreiche Behörden von ihnen unterwandert sind. Allen Staatsbediensteten wurden die Ferien gestrichen. Diejenigen im Ausland wurden zur Rückkehr aufgefordert.

Türkische Medien berichteten, von Studenten könne bei der Ausreise eine Studienbescheinigung verlangt werden. Rentner und Arbeitslose benötigten einen Nachweis der Sozialversicherung. Aus deren Nummer ist erkennbar, ob die Person im Staatsdienst tätig ist oder nicht.

Die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu meldete, Staatsbedienstete dürften generell nicht mehr nach Nordzypern oder Georgien ausreisen - für diese Länder wird kein Reisepass benötigt.

sda-ats

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