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Viele Schwarzfahrer foutieren sich um die Busse. (Symbolbild)

KEYSTONE/GAETAN BALLY

(sda-ats)

In den SBB-Zügen sind im vergangenen Jahr 460'000 Schwarzfahrer erwischt worden. Vier von fünf wurden deswegen gebüsst. Doch trotz Mahnung zahlten 300'000 Schwarzfahrer ihre Busse nicht.

Damit entgehen der SBB Forderungen in der Höhe von mehreren zehn Millionen Franken. Damit setzt sich ein Trend fort, den die SBB seit ungefähr fünf Jahren beobachtet.

Während rund ein Fünftel der erwischten Reisenden nur das Abonnement vergessen haben und dafür eine Warnbusse von fünf Franken erhalten, reisen die anderen ohne oder mit ungültigen Tickets. Wer ein gefälschtes oder manipuliertes Billett zeigt, wird direkt angezeigt.

Auch bei Wiederholungstätern reicht die SBB Strafanzeigen ein. Im vergangenen Jahr waren es mehrere Zehntausend, wie SBB-Sprecher Stephan Wehrle erklärt. Er bestätigte am Sonntag eine entsprechende Meldung der "SonntagsZeitung" und des "Matin Dimanche". Detailliertere Zahlen und Information gibt die SBB nicht bekannt.

Abhilfe schaffen könnte eventuell ein nationales Schwarzfahrer-Register. Doch ist ein solches noch nicht in Griffweite: Zwar hat das Parlament den ÖV-Unternehmen eigentlich die Mittel dazu gegeben, ab 2016 ihre Schwarzfahrer-Datensätze zu einem nationalen Register zusammenzuführen.

Doch das Gesetz, das am 1. Januar 2016 in Kraft getreten ist, überlässt es den Unternehmen, zu entscheiden, ob sie ein schweizweites Register betreiben wollen oder nicht. Genau dieser Entscheid ist beim Dachverband, dem Verband öffentlicher Verkehr (VöV), aber noch gar nicht gefallen.

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SDA-ATS