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Schleiereulen sind tagsüber nur selten zu beobachten. Die Mäusejäger sind meist erst in der Dämmerung aktiv.

Vogelwarte Sempach/Mario Böni

(sda-ats)

Die Schweizerische Vogelwarte mach sich Sorgen um die Schleiereule: Bei der Vogelzählung in den letzten drei Jahren hätten Freiwillige gebietsweise keine oder nur einzelne der nachtaktiven Tiere beobachtet. Der Grund ist schleierhaft.

Möglicherweise habe die Schleiereule unter den strengen Wintern gelitten oder sei aus Teilen der Schweiz verschwunden, mutmasst die Schweizerische Vogelwarte in einer Mitteilung vom Dienstag. Vielleicht wurde sie aber auch nur bei der Zählung übersehen. Die Vogelwarte bittet darum Bauern um Hinweise, wenn Schleiereulen auf Höfen brüten.

Die Vogelwarte führt seit 2013 bis 2016 zusammen mit 3000 freiwilligen Mitarbeitern in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein eine Art Volkszählung bei Vögeln durch. Der neue Brutvogelatlas soll Rückschlüsse auf den Zustand der Vogelwelt erlauben. Letztmals fand eine solche Zählung vor 20 Jahren statt.

Die Schleiereule sei nur selten zu sehen, schreibt die Vogelwarte. Meist verrate sie ihre Anwesenheit durch nächtliches, heiseres Kreischen oder durch ihre Spuren. Sie speit unverdauliche Resten von Beutetieren wieder aus.

Für die Aufzucht von sechs Jungen kann ein Eulen-Paar bis zu 3500 Mäuse fangen. Noch einmal so viele Kleinsäuger frisst das Pärchen während des restlichen Jahres. Schleiereulen seien deshalb beliebte Untermieter auf Bauernhöfen, schreibt die Vogelwarte.

sda-ats

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