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7,6 Millionen Menschen im Jemen sind wegen des Konflikts im Land dringend auf Hilfe angewiesen. Das benötigte Geld fliesst aber laut der UNO nur sehr spärlich. (Archivbild)

KEYSTONE/EPA/YAHYA ARHAB

(sda-ats)

Die humanitäre Hilfe für den vom Bürgerkrieg zerrütteten Jemen ist nach Angaben der Vereinten Nationen dramatisch unterfinanziert. Nur rund 16 Prozent der benötigten 1,8 Milliarden Dollar gingen demnach bislang ein.

"In den vergangenen Monaten hat sich die Zahl der Spender für die humanitäre Hilfe für die Menschen im Jemen schockierend verringert", sagte John Ging, Manager der UNO-Nothilfebehörde, am Dienstag in New York. Geld überwiesen hätten unter anderem die USA, Grossbritannien, die EU und Japan.

Im vergangenen Jahr hatte allein Saudi-Arabien rund 250 Millionen Dollar für die Jemen-Hilfe zur Verfügung gestellt. Dieses Jahr gab es laut Ging keine Zusagen aus dem Königreich, das selbst zur Kriegspartei geworden ist. Auch aus den anderen reichen Golfstaaten lägen keine Zusagen vor. Der Kreis der potenziellen Spender sei enger geworden, beklagte Ging.

Rund 7,6 Millionen Menschen in dem seit 2014 vom Bürgerkrieg gebeutelten Jemen brauchen derzeit nach UNO-Angaben dringend humanitäre Hilfe. Insgesamt seien rund 13 Millionen Menschen auf Hilfe angewiesen.

sda-ats

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