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Aufstand in Burundi: Nach den Wirren im Zuge der Wahlen schickt die UNO eine Polizeimission in das afrikanische Land. (Archivbild)

KEYSTONE/EPA/DAI KUROKAWA

(sda-ats)

Die Vereinten Nationen wollen eine 228 Mitglieder starke Polizeimission in den ostafrikanischen Krisenstaat Burundi entsenden. Eine von Frankreich eingebrachte Resolution fand am Freitag die Unterstützung von elf der 15 Mitglieder des UNO-Sicherheitsrats.

Vier Länder - China, Angola, Ägypten und Venezuela - enthielten sich bei dem Votum. Sie fordern zuvor eine Einigung mit der burundischen Regierung, die nur 50 UNO-Polizisten akzeptieren will.

Dem Resolutionstext zufolge soll die Mission allmählich in der Hauptstadt Bujumbura und im Rest von Burundi aufgebaut werden und zunächst ein Mandat von einem Jahr umfassen. Aufgabe der UNO-Einheiten sei es, die Sicherheitslage sowie die Einhaltung der Menschenrechte zu überwachen. Die UNO strebt dabei eine Zusammenarbeit der Mission mit Beobachtern und Militärexperten der Afrikanischen Union (AU) an.

Das kleine ostafrikanische Land steckt seit über einem Jahr in einer schweren Krise. Im April 2015 hatte Präsident Pierre Nkurunziza angekündigt, für eine dritte Amtszeit zu kandidieren. Im Juli wurde er im Amt bestätigt. Die Regierung geht seitdem mit Gewalt gegen Proteste der Opposition vor. Mehr als 500 Menschen wurden bereits getötet, über 270'000 weitere flohen aus dem Land.

sda-ats

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