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Ermittlungsbehörden untersuchen das Auto eines Verdächtigen am Rande der Gay-Pride-Parade im kalifornischen Santa Monica.

KEYSTONE/EPA/MIKE NELSON

(sda-ats)

Der vor Beginn einer Gay-Parade in Los Angeles festgenommene Bewaffnete hat doch keine üblen Absichten erkennen lassen. Die Polizeichefin von Santa Monica, Jacqueline Seabrooks, korrigierte am Sonntagabend (Ortszeit) auf ihrer Twitter-Seite Falschinformationen.

Seabrooks hatte zuvor geschrieben, der im kalifornischen Santa Monica festgenommene Mann, in dessen Fahrzeug mehrere Gewehre, Munition und verdächtige Chemikalien gefunden worden waren, habe Beamten gesagt, er habe bei dem Umzug in West Hollywood "Schaden anrichten" wollen. Das nahm sie später wieder zurück.

"Er sagte, er gehe zu der Veranstaltung. Andere Information falsch", schrieb sie auf Twitter. Der Mann sei nun wegen des Besitzes von Waffen und explosivem Material in Gewahrsam. Wie es zu der Falschauskunft kam, liess Seabrooks offen.

Die Polizei hatte zuvor angegeben, einen Anschlag auf die Gay-Pride-Parade vereitelt zu haben. Medienberichten zufolge war die Polizei auf ein im Bundesstaat Indiana gemeldetes weisses Auto aufmerksam geworden. In dem Wagen sei das Waffenarsenal entdeckt worden. Die Bundespolizei FBI leitete Ermittlungen ein.

Es gebe jedoch keine Verbindung zu dem Anschlag auf einen Nachtclub für Homosexuelle in Orlando mit 50 Toten in der Nacht zum Sonntag. Nur wenigen Stunden zuvor hatte dort bei einer Geiselnahme und Schiesserei ein schwer bewaffneter Mann, der laut FBI früher Sympathien für die Terrormiliz Islamischer Staat gezeigt hatte, in dem Schwulenclub "Pulse" um sich geschossen und Geiseln genommen.

Ein Spezialkommando der Polizei beendete die Geiselnahme schliesslich, dabei wurde der Angreifer getötet. Es handelt sich um den schlimmsten Gewaltakt in den USA seit den Anschlägen vom 11. September 2001.

sda-ats

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