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US-Präsident Barack Obama ist am Mittwoch in Riad mit dem saudischen König Salman zusammengekommen. Das rund zweistündige Treffen sollte die zuletzt stark angespannten Beziehungen zwischen den beiden traditionellen Verbündeten wieder verbessern.

Der Monarch empfing seinen Gast im Königspalast der saudischen Hauptstadt. Im Zentrum des Gespräches stand das zerrüttete Verhältnis des sunnitischen Königreichs zum schiitischen Nachbarn Iran.

"Das saudische Volk und ich sind sehr erfreut, dass Sie, Herr Präsident, uns hier im Königreich besuchen", erklärte Salman zur Begrüssung Obamas im Palast, bevor sich die beiden zu einem Gespräch hinter verschlossenen Türen zurückzogen.

Auch über den Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) sowie über die Bürgerkriege in Syrien und im Jemen wollten sich die Staatsoberhäupter austauschen. In beiden Krisen ist derzeit keine politische Lösung in Sicht.

Im Vorfeld des Treffens einigten sich die USA und die Golfstaaten auf gemeinsame Patrouillen vor der jemenitischen Küste. Sie sollten Waffenlieferungen des Irans an die Huthi-Rebellen im Jemen stoppen, wie der Generalsekretär des Golf-Kooperationsrates (GCC), Abdullatif al-Sajani, nach einem Treffen mit US-Verteidigungsminister Ashton Carter erklärte. Riad wirft dem Iran vor, die Aufständischen zu unterstützen. Teheran weist die Anschuldigungen zurück.

Atomabkommen strapaziert Beziehungen

Saudi-Arabien ist seit Jahrzehnten wichtigster US-Verbündeter in der arabischen Welt. Zuletzt hatte das Verhältnis jedoch unter dem von Washington vorangetriebenen Atomvertrag mit dem Iran stark gelitten.

Saudi-Arabien sieht den schiitischen Nachbarn als Erzrivalen und Bedrohung seiner Sicherheit. Riad lehnt das Nuklearabkommen ab und wirft Teheran vor, die Region zu destabilisieren.

Grossen Ärger in Saudi-Arabien hatte ein Interview Obamas mit dem US-Magazin "The Atlantic" ausgelöst. Darin erklärte der US-Präsident, die Saudis müssten den Nahen Osten mit dem Iran teilen.

Zugleich deutete er an, dass er die Golfländer und europäische Staaten für "Trittbrettfahrer" auf der internationalen Bühne hält, die nach militärischem Handeln riefen, sich aber nicht selbst engagierten.

Gipfeltreffen des Golf-Kooperationsrates

Obama nimmt am Donnerstag in Riad als erster US-Präsident an einem Gipfeltreffen des Golf-Kooperationsrates teil, einem Zusammenschluss der Golfstaaten. Bei den Beratungen soll es ebenfalls um den Iran und den Kampf gegen den IS gehen.

Nach dem Besuch in Saudi-Arabien reist Obama weiter nach Grossbritannien und Deutschland, wo er am Sonntagmittag erwartet wird.

sda-ats

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