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Ermittler im Innern eines Lokals im Sarona-Park, wo kurz vorher Gäste wegen Schüssen alles stehen und liegen liessen

KEYSTONE/EPA/JIM HOLLANDER

(sda-ats)

Bei einem Anschlag zweier palästinensischer Attentäter im Zentrum Tel Avivs sind am Mittwoch vier Israelis getötet worden. Mindestens sechs weitere Menschen erlitten nach Spitalangaben Verletzungen. Die Attentäter wurden gefasst.

Die zwei Männer eröffneten nach Polizeiangaben am Abend im Sarona-Park im Zentrum der Küstenmetropole das Feuer und schossen wahllos auf Passanten. Der Park liegt direkt gegenüber von Israels Militärhauptquartier und Verteidigungsministerium. Es ist ein beliebtes Ausgehziel, das auch von vielen Touristen besucht wird.

Augenzeugen berichteten, die Attentäter seien elegant gekleidet gewesen, hätten weisse Hemden und schwarze Hosen getragen. "Wir sassen in einem Strassencafé, wir feierten mit unserem Kind Geburtstag", erzählte Augenzeugin Meital Sassi dem israelischen Fernsehen.

"Ein Attentäter fing plötzlich neben uns an zu schiessen. Wir rannten wie die Verrückten weg, er war erst hinter uns, dann bog er in eine Nebenstrasse." Der Mann habe im Laufen immer weiter auf Menschen geschossen.

Zunächst berichteten die Behörden von drei Toten, am späten Abend starb eine Frau im Spital an ihren schweren Verletzungen.

Zwei Attentäter gefasst

Ein Polizeisprecher teilte mit, beide Attentäter seien gefasst. Einer von ihnen sei verletzt und werde im Spital behandelt. Zu Jahresbeginn waren bei einem ähnlichen Anschlag in Tel Aviv drei Menschen getötet worden. Die Polizei sprach von einem "terroristischen Anschlag".

Tel Avivs Stadtpräsident Ron Chuldai rief die Einwohner der Küstenmetropole nach dem Anschlag zur Ruhe auf. "Morgen geht hier das Leben wie immer weiter", sagte er bei einem Besuch im Ichilov-Krankenhaus, das ganz in der Nähe des Anschlagsorts liegt. "Tel Aviv ist und bleibt das Symbol des normalen Lebens."

Bei einer Welle palästinensischer Anschläge sind seit Oktober 32 Israelis getötet worden. Mehr als 200 Palästinenser kamen ums Leben, die meisten davon bei den von ihnen verübten Anschlägen. Als Auslöser der Gewalt galt ein Streit um Gebets- und Besuchsrechte auf dem Tempelberg in Jerusalem.

Zuletzt hatte es allerdings weniger Anschläge gegeben. Als mögliche Motivation für den neuen Anschlag in Tel Aviv wurde der Beginn des muslimischen Fastenmonats Ramadan genannt.

sda-ats

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