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In gut 100 Tagen beginnt in Estavayer-le-Lac das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest. Zwei Nachwuchsschwinger zeigten Journalisten am Donnerstag anlässlich einer Medienkonferenz die gängigsten Schwünge.

KEYSTONE/MANUEL LOPEZ

(sda-ats)

Die Vorbereitungen auf das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest (ESAF) in Estavayer-le-Lac befinden sich gut 100 Tage vor dem Grossanlass auf Kurs. Auf dem Gelände des Militärflugplatzes von Payerne kündet sich vom 26. bis 28. August ein Fest der Superlative an.

"Wir liegen im Zeitplan", sagte Albert Bachmann, der Präsident des Organisationskomitees an einer Medienkonferenz in Estavayer-le-Lac. "Wir können es kaum erwarten, wie sich die Schwinger in der Arena messen." Drei Jahre nach dem letzten Fest in Burgdorf, wo Matthias Sempach einen Heimtriumph realisiert hat, werden die Augen der Schweizer Sportfans auf den grössten Sportanlass des Jahres im Kanton Freiburg gerichtet sein.

Auf dem 90 Hektar grossen Festgelände erwarten die Organisatoren an den drei Tagen rund 250'000 Besucherinnen und Besucher. 52'016 Zuschauer finden in der Arena Platz. Das grösste Sportstadion der Schweiz, das für die drei Tage temporär hergerichtet wird, wird ab Anfang Juli aufgebaut.

Der Grossteil der Eintrittskarten geht direkt an die 170 Schwingklubs in der ganzen Schweiz. Die noch verfügbaren rund 4000 Plätze gelangen ab Dienstag, 24 Mai, in den öffentlichen Verkauf. Wer kein Ticket ergattern kann, ist trotzdem willkommen. Das Festgelände ist - zu einem Teil bereits ab dem 12. August - frei zugänglich.

100 Konzerte und eine Premiere

Geboten wird den Besuchern ein Programm mit rund 100 Auftritten und Konzerten von Volksmusikgruppen, DJs und Rockbands. Das Fest beginnt am Freitag, 26. August, mit einer Eröffnungsfeier in der Arena. Das ist eine Premiere: An den Eidgenössischen davor startete das Fest bisher stets mit einem Umzug durch den Austragungsort. Auf einen Umzug verzichten die Organisatoren des ESAF 2016.

Am Samstag beginnen die Wettkämpfe der Schwinger, Hornusser und Steinstösser. Gekrönt wird der neue Schwingerkönig am Sonntagabend. Als Siegerpreis erhält er einen Muni, der für die 44. Ausgabe des Eidgenössischen Festes auf den Namen "Mazot de Cremo" getauft worden ist.

Extrazüge und 50'000 Parkplätze

Eine Herausforderung ist das Fest punkto Verkehr und Mobilität. Das Organisationskomitee erarbeitete ein Konzept, das auf den Säulen Zug, Bus und Auto basiert. Die SBB setzen zahlreiche Extrazüge für die Anreise am Samstag und Sonntag ein. Anders als bei früheren Festen ist das Zugbillet im Eintrittsticket nicht enthalten.

Besucher können zudem an 82 Abfahrtsorten in der ganzen Schweiz in rund 500 Extrabusse einsteigen. Für den Individualverkehr stehen beim Festgelände 50'000 Parkplätze zur Verfügung. Ebenso stellen die Organisatoren einen Campingplatz zum Übernachten für 20'000 Personen bereit.

Brücken verbinden

Das grösste Volksfest der Schweiz soll auch Brücken zwischen der West- und der Deutschschweiz schlagen, wie der Freiburger Staatsrat Georges Godel sagte. Ein Anlass, an dem ein König gekrönt werde, passe zu einer Region wie Freiburg, wo die Zweisprachigkeit die Königin sei.

Die Schweizerische Post präsentierte an der Medienkonferenz eine Sonderbriefmarke zum Eidgenössischen. Die Marke "Schwingen", die gemäss einer Mitteilung die Tradition der Sportart mit der Moderne verbinden soll, ist ab sofort erhältlich.

Das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest findet alle drei Jahre statt. Turnusgemäss kommen die fünf Teilverbände des Eidgenössischen Schwingerverbandes (ESV) jeweils zum Zug. Das letzte Eidgenössische in der Westschweiz wurde 2001 in Nyon durchgeführt.

sda-ats

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