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Der Walliser Regierungsrat Jean-Michel Cina kandidiert bei den nächsten Wahlen in die Kantonsregierung nicht mehr. Nach zwölf Jahren in der Regierung hält er die Zeit für eine neue Aufgabe für gekommen, wie seine Partei am Sonntagabend mitteilte.

Der Volkswirtschaftsdirektor habe seinen Entscheid der CVP Oberwallis mitgeteilt, hiess es weiter. Die nächsten Staatsratswahlen sind im Frühling 2017. Der 53-jährige Cina startete seine politische Karriere von der Pike an. 1993 wurde er Gemeindepräsident von Salgesch.

CVP-Fraktionspräsident in Bundesbern

Dieses Amt übte er bis 2004 aus. 2005 erfolgte die Wahl in den Staatsrat. 1993 bis 1999 sass er im Walliser Grossen Rat. 1999 wurde der Oberwalliser Politiker in den Nationalrat gewählt, wo er bis 2005 blieb. In dieser Zeit erlangte er als Fraktionspräsident seiner Partei nationale Bekanntheit.

Im Staatsrat wurde Cinas Departement für Volkswirtschaft und Raumplanung während seiner Amtszeit um den Bereich Energie ergänzt. Besonders auf die Fahne geschrieben hatte sich Cina Reformen in der Walliser Wirtschaft und dabei besonders im Tourismus, wie seine Partei schreibt.

Nach der Ablehnung des revidierten Tourismusgesetzes 2008 startete er das Projekt Tourismus 2015. In der Wirtschaftsförderung schuf er Business Valais als Eintrittspforte und reduzierte die acht Wirtschaftsregionen des Kantons auf zwei. Mit Valais Promotion wird der Kanton neu aus einer Hand beworben.

Als Staatsrat präsidierte Cina zwischen 2008 und 2013 die Konferenz der kantonalen Volkswirtschaftsdirektoren. Seit 2014 hält er den Vorsitz in der Konferenz der Kantonsregierungen.

Seine Zeit nach der Politik will der scheidende Regierungsrat den Angaben der CVP zufolge seine Fähigkeiten im privaten oder öffentlichen Sektor einsetzen. Die CVP Oberwallis bekräftigte im Hinblick auf die Wahlen im Frühling 2017 ihren Anspruch auf einen Sitz in der Kantonsregierung. Eine Findungskommission zur Kandidatensuche wurde bereits eingesetzt.

sda-ats

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