Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

Der Druck der Strasse auf Gouverneur Purnama steigt: Zum Zweiten Mal demonstrierten Tausende Menschen in Jakarta und forderten seinen Rücktritt.

KEYSTONE/EPA/BAGUS INDAHONO

(sda-ats)

Bei einer Grosskundgebung in der indonesischen Hauptstadt Jakarta haben erneut mehr als 100'000 Muslime gegen einen christlichen Gouverneur protestiert, der sich abfällig über den Koran geäussert haben soll.

Die Teilnehmer forderten die Festnahme des Politikers Basuki Tjahaja Purnama, der als Gouverneur die Hauptstadtregion Jakarta regiert. Es war bereits die zweite Grosskundgebung gegen Purnama; nach der ersten Demonstration vor einem Monat hatte die Justiz angekündigt, Ermittlungen wegen des Verdachts auf Blasphemie gegen den Politiker aufzunehmen.

Die Polizei hatte nach eigenen Angaben rund 20'000 Beamte im Einsatz. Die Kundgebung verlaufe friedlich, sagte ein Polizeisprecher. Er schätzte die Zahl der Teilnehmer auf mehr als 100'000.

Purnama hatte die Proteste losgetreten, als er vor einigen Monaten im Wahlkampf einem Gegner vorwarf, Koranverse sinnentstellend auszulegen, um die Wähler von der Stimmabgabe für ihn als Amtsinhaber abzuhalten. Der Gouverneur betonte später, dass er keineswegs den Koran kritisieren wollte, sondern nur seinen Gegenkandidaten.

Die öffentliche Empörung vieler Muslime in Indonesien, das eigentlich für eine vergleichsweise tolerante Lesart des Islam bekannt ist, konnte Purnama damit aber nicht dämpfen.

Neuer Inhalt

Horizontal Line


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.

swissinfo DE

Aufruf, der Facebook-Seite von swissinfo.ch beizutreten

Treten Sie unserer Facebook Seite auf Deutsch bei!

SDA-ATS