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Zwei Belgier hatten es auf den Zaun rund um das Konzentrationslager Auschwitz abgesehen - nun müssen sie vor Gericht.

KEYSTONE/AP/CZAREK SOKOLOWSKI

(sda-ats)

Die polnische Staatsanwaltschaft hat für Ende Februar den Prozess gegen zwei Belgier angekündigt. Sie sollen im vergangenen Juli versucht haben, Porzellan-Isolatoren aus dem Zaun des Nazi-Konzentrationslager Auschwitz zu entwenden.

Der Gerichtstermin wurde am Montag veröffentlicht. Die beiden Verdächtigen waren bei der Ausgangskontrolle aufgefallen und schlugen damals von sich aus eine einjährige Haftstrafe auf Bewährung vor. Die Staatsanwaltschaft lehnte das ab. Da eine Verhaftung unterblieb, muss die Staatsanwaltschaft Krakau die Beschuldigten nun vorladen.

Alle Bestandteile des Lagers Auschwitz, auch der damals unter Strom stehende Zaun, sind Teil des Museums Auschwitz. Die Gedenkstätte im Süden Polens ist UNESCO-Weltkulturerbe.

Anziehungskraft für Langfinger

Zwischen 1940 und Anfang 1945 ermordeten die deutschen Nationalsozialisten in Auschwitz-Birkenau etwa 1,1 Millionen Menschen, darunter eine Million Juden aus verschiedenen europäischen Ländern. Auch 80'000 nicht-jüdische Polen, 25'000 Roma und 20'000 sowjetische Soldaten wurden dort umgebracht. Das Lager wurde im Januar 1945 von der Roten Armee befreit.

Immer wieder versuchen Besucher, Dinge aus dem Lager mitgehen zu lassen. Der berühmteste Diebstahl im Museum ereignete sich 2009, als der schmiedeeiserne Schriftzug "Arbeit macht frei" über dem Haupteingang des Lagers gestohlen wurde. Der Schriftzug wurde wiedergefunden; die Diebe, darunter der schwedische Auftraggeber, wurden zu Haftstrafen verurteilt.

SDA-ATS