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Autofahren ohne Gurt noch immer weit verbreitet

Rund ein Viertel aller Autolenker in der Schweiz gurtet sich nicht an. Bei den Mitfahrenden auf Rücksitzen sind es gar zwei Drittel, die das Gurtenobligatorium missachten. Dies ergab die jüngste Stichprobe der Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu).

Die Tragdisziplin habe sich gegenüber 1999 zwar leicht verbessert, stagniere aber seit einigen Jahren auf diesem unbefriedigenden Niveau, schreibt die bfu in einer Mitteilung vom Mittwoch (05.07.). Das Gurtenobligatorium auf den Vordersitzen wurde 1981 eingeführt, zehn Jahre später lag die Tragquote bei 67 Prozent und beträgt nun 77 Prozent.

Die Autolenker halten sich je nach Strassentyp unterschiedlich an die Tragepflicht. Am häufigsten legen sich die Automobilisten den Gurt bei einer Fahrt auf der Autobahn an (89 Prozent), ausserorts sind es 76 Prozent, der niedrigste Wert (66 Prozent) ergibt sich für Innerortstrassen.

Regionale Unterschiede

Regional aufgeschlüsselt ergeben sich erhebliche Unterschiede: Auf Autobahnen gurten sich 90 Prozent der Deutschschweizer Lenker an, in der Romandie 89, im Tessin 78 Prozent. Ausserorts sind es 80 Prozent der Deutschschweizer, 70 Prozent der Romands und lediglich 50 Prozent der Tessiner. Innerorts schliesslich sind in der Deutschschweiz 73 Prozent, in der Romandie 48 und im Tessin gerade mal 37 Prozent der Lenker angegurtet.

Zur Ermittlung dieser Zahlen erfasste die bfu im Mai 2000 an 57 Zählstellen insgesamt 28'342 Fahrzeuge mit Schweizer Kennzeichen.

Seit 1994 gilt das Trageobligatorium auch für Mitfahrende auf den Rücksitzen. Die gesamtschweizerische Tragequote ist hier gemäss bfu-Stichprobe mit 32 Prozent nach wie vor "sehr tief". Gering sind hier die regionalen Unterschiede: In der Deutschschweiz gurten sich 28 Prozent an, in der Romandie 22 und im Tessin 25 Prozent der Mitfahrenden auf den Rücksitzen.

bfu unzufrieden

Diese Resultate seien unbefriedigend, schreibt die bfu, zumal die Schutzwirkung der Gurte in der Schweizer Bevölkerung unbestritten sei. Nach Umfragen seien neun von zehn Personen überzeugt, dass angegurtete Autoinsassen bei einem Unfall ein kleineres Verletzungsrisiko haben.

Die bfu geht davon aus, dass in der Schweiz jedes Jahr 30 bis 60 Menschen einen Autounfall überleben könnten, wenn die Tragedisziplin auf dem Niveau von Deutschland wäre, wo sie zwischen 90 und 95 Prozent liegt.

swissinfo und Agenturen


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