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Besuch in Genf


UNO-Generalsekretär dankt der Schweiz




Auf seiner Abschiedsreise in die Schweiz dankte der scheidende UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon den Schweizer Behörden für deren "sehr grosszügige" finanzielle Unterstützung für die Renovation des Palais des Nations in Genf.

"Ich habe als UNO-Generalsekretär über 40 Mal die Schweiz besucht. Der Palais des Nations ist mein zweites Zuhause", sagte Ban Ki-moon am Montag zu Journalisten bei der UNO in Genf. Ban Ki-moons zehnjährige Amtszeit als UNO-Generalsekretär endet diesen Dezember. "Ich danke der Schweiz für ihre grosszügige Unterstützung unseres 'Strategic Heritage Plan', der dieses Gebäude für zukünftige Generationen bewahrt."

In den nächsten acht Jahren soll der europäische Hauptsitz der UNO, der in den 1930er-Jahren gebaut wurde, für 836,5 Millionen Franken renoviert werden – zur Hälfte finanziert durch zinslose Darlehen von der Schweizerischen Eidgenossenschaft und vom Kanton Genf.

Am Dienstag reiste der Generalsekretär für ein Treffen mit dem Schweizer Wirtschaftsminister und derzeitigen Bundespräsidenten Johann Schneider-Ammann sowie den Präsidenten der beiden Parlamentskammern in die Schweizer Hauptstadt Bern.

Schneider-Ammann dankte Ban für "zehn Jahre Einsatz" an der Spitze der Weltorganisation und betonte das Schweizer Ziel, das internationale Genf als ein Zentrum der globalen Regierungsführung zu stärken.

Ban besuchte in Genf auch das Exekutivkomitee des UNO-Hochkommissariats für Flüchtlinge (UNHCR) und traf Vertreter des Weltwirtschaftsforums (WEF), des Internationalen Komitees des Roten Kreuzes (IKRK) und der Stadt und des Kantons Genf.

Unzufriedene Genfer Angestellte

Ban wandte sich auch an die UNO-Angestellten, von denen viele unzufrieden mit den Arbeitsbedingungen sind.

Laut einer Gewerkschaftsvertreterin befürchteten die Angestellten einen Stellenabbau, nachdem eine teure Software zur Verbindung der über die Welt verstreuten UNO-Mitarbeiter sowie eine weitere Massnahme zur Rationalisierung der Verwaltungsdienste eingeführt wurden.

Die Gewerkschafterin sagte, die Mitarbeiter seien auch mit einigen Aspekten der Umbaupläne für das Palais des Nations nicht glücklich.

Schössling für atomkraftfreie Welt

Ban pflanzte auch einen Gingko Biloba Schössling in den Ariana Park der UNO. Der 1,5 Meter hohe Schössling stammt von einem Baum, der die Atombombe über Hiroshima am 6. August 1945 überlebt hat.

Eine weitere symbolische Tat vollbrachte er, indem er den Jet d'Eau-Springbrunnen auf dem Genfersee einschaltete.

Tweet von Simon Bradley, Autor des Artikels


(Übertragung aus dem Englischen: Sibilla Bondolfi), swissinfo.ch

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