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Bundesratswahl: Calmy-Rey baut Führung aus

Die Wahl ist geheim.

(Keystone)

Im vierten Wahlgang erhielt Calmy-Rey 113 Stimmen, Lüthi 71, Bortoluzzi 59.

Niemand erreichte das absolute Mehr. Die beiden SP-Frauen gehen in den fünften Wahlgang.

Alles läuft für die Sozialdemokratinnen. Die beiden SP-Kandidatinnen gehen in den fünften Wahlgang. Weiterhin erreichte niemand das absolute Mehr. Micheline Calmy-Rey verbesserte sich an der Spitze weiter.

Applaus für Dreifuss

Vor dem Wahlprozedere wurde Ruth Dreifuss offiziell verabschiedet: Die Mitglieder der Bundesversammlung erhoben sich von ihren Stühlen und applaudierten warm.

"Die Schweiz hat alle Mittel, um die Armut zu begrenzen", betonte Dreifuss in ihrer Abschiedsrede. Es brauche Konkurrenz - zum Beispiel in der Wirtschaft. Doch Konkurrenz dürfe nicht auf Kosten humanitärer Werte gehen, mahnte sie.

In offiziellen Erklärungen warben die Fraktionen kurz vor der Wahl nochmals für ihre Kandidatinnen, ihren Kandidaten.

Im Rennen um die Nachfolge sind die beiden offiziellen Kandidatinnen der Sozialdemokratischen Partei, die Genfer Finanzdirektorin Micheline Calmy-Rey und die Freiburger Gesundheitsdirektorin Ruth Lüthi.

Sie gehören beide nicht dem Parlament an.

Mit dem Zürcher Nationalrat Toni Bortoluzzi hat die rechtsbürgerliche Schweizerische Volkspartei (SVP) einen Kampfkandidaten ins Rennen geschickt. Ihm werden jedoch keine Chancen eingeräumt.

Der Anspruch der Sozialdemokratie auf den Sitz in der Regierung wird ausser von der SVP nicht bestritten. Sowohl Calmy-Rey wie auch Lüthi gelten als fähige Kandidatinnen.

Die vierte Bundesrätin

Es ist so gut wie sicher, dass eine Frau Nachfolgerin von Ruth Dreifuss und damit die vierte Frau in der Geschichte des Bundesrates wird, nach Elisabeth Kopp (1984-1988), Ruth Dreifuss (1993-2002) und Ruth Metzler (seit 1999).

Noch nicht klar ist, welches Departement die Neugewählte übernimmt. Der Bundesrat verteilt die Departemente am 11. Dezember.

Ruth Dreifuss ist seit 1993 Mitglied der Landesregierung. Sie hatte am 30. September ihren Rücktritt auf Ende Jahr angekündet.

swissinfo

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