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Das Tessin greift seinem Filmfestival unter die Arme


Aufatmen beim Filmfestival von Locarno: Die Finanzprobleme der Veranstaltung seien grösstenteils gelöst, verkündete Festivalpräsident Marco Solari an der Generalversammlung.

Solaris frohe Botschaft an der Generalversammlung am Donnerstag (22.03.) beruht vor allem auf dem Entscheid des Kantons Tessin, dem Festival kräftig unter die Arme zu greifen. Für die kommenden beiden Ausgaben werden jeweils drei Mio. Franken fliessen - sofern der Grosse Rat seinen Segen gibt.

Und doch: es fehlt noch Geld

Für das Festival 2001 wurde ein Budget von 6,82 Mio. Franken verabschiedet. Es liegt um 500'000 Franken über den erwarteten Einnahmen. Nur mit diesem Budget liesse sich die Qualität des Festivals garantieren, verteidigte die Direktion ihren Entscheid. "Und ohne Qualität sind wir morgen tot", fügte Solari an.

Problem Infrastruktur

Ein gravierendes Problem des Festivals bleibe die unzureichende Infrastruktur, insbesondere für den Fall von Regen am Abend. Das Projekt einer provisorischen Überdachung des Kreisels nahe der Piazza Grande wurde laut Solari definitiv beerdigt. Der Grundwasserspiegel, Lärm durch Autoverkehr und Hitze unter dem Zelt stellten unüberwindbare Schwierigkeiten dar.

Das Festival, aber auch die Stadt Locarno und die umgebenden Gemeinden, müssten an einer neuen Lösung arbeiten. Solari: "Wir können unseren Besuchern nicht mehr lange sagen: Es regnet, ihr müsst nach Hause gehen."

Schweigen zum Programm

Zum Programm des Festivals 2001 war an der Versammlung kaum etwas zu erfahren. "Wir arbeiten hart, können aber nichts sagen, weil es sonst die Konkurrenz erfährt", sagte Festivaldirektorin Irene Bignardi.

Die Generalversammlung akzeptierte im Übrigen einstimmig die Rechnung des Festivals 2000, die trotz Ausgaben von 7,7 Mio. Franken mit einem leichten Überschuss von 10'000 Franken abschloss. Zu diesem Ergebnis kam es dank einer grosszügigen Defizitdeckung des Kantons Tessin durch den interkantonalen Lotteriefonds.

swissinfo und Agenturen

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