Der gläserne Kunde Das Ende des Bankgeheimnisses

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Die Schweiz war einst bekannt für ihre geheimen Bankkonten. Vermögenswerte im Alpenland geheim zu halten, ist inzwischen allerdings schwierig geworden. (SRF/swissinfo.ch)

Seit Anfang Januar sind neue globale Standards für den automatischen Informationsaustausch (AIA)externer Link in Kraft. Damit soll die grenzüberschreitende Steuerhinterziehung verhindert werden. Ausländische Staatsangehörige mit Konten in der Schweiz müssen damit rechnen, dass bislang geheime Informationen den Steuerbehörden in ihrem Heimatland mitgeteilt werden – und umgekehrt. Dieses Abkommen gilt im Prinzip für rund 100 Länder, auch wenn die USA nicht mitmachen.

Diese Änderung hat international für Aufsehen gesorgt, wie etwa die Kommentare auf Redditexterner Link zeigen. Dabei kam zum Beispiel die Frage auf, wohin Leute ihr Geld, das sie in der Schweiz deponiert hatten, transferieren werden. Erwähnt wurden etwa Singapur oder Hongkong.

Zu den wichtigsten Fragen der User des online-Forums gehört, wie US-Bürger oder Leute mit Kapital in den USA davon betroffen sind. Die Justizbehörde der USA begann vor knapp einem Jahrzehnt, amerikanische Steuerhinterzieher ins Visier zu nehmen, die ihre Vermögenswerte auf Schweizer Bankkonten versteckten.

Schweizer Banken zahlten Milliarden an Bussen. Zudem wurde Fatca (Foreign Account Tax Compliance Act) eingeführt. Mit diesen Normen verlangen die US-Steuerbehörden von ausländischen Banken Zugriff auf alle Daten, die Kapitaleinlagen von Bürgern oder Unternehmungen betreffen, die in den USA steuerpflichtig sind. In die andere Richtung gilt das jedoch nicht, dazu bräuchte es ein neues Abkommen mit den USA.