Kunstmuseum Bern tritt schwieriges Erbe an

Das Kunstmuseum Bern kann das heikle Erbe des verstorbenen deutschen Kunstsammlers Cornelius Gurlitt antreten. Das wurde vom Oberlandesgericht München bestätigt. Die Sammlung umfasst mehr als 1500 Gemälde, Zeichnungen und Grafiken, darunter auch potentielle Raubkunst und "entartete Kunst".  Der inzwischen gestorbene Gurlitt, Sohn eines NS-Kunsthändlers, hatte im Mai 2014 das Berner Museum als Alleinerben eingesetzt.

Agenturmeldungen
Hintergrund
Das Oberlandesgericht München hat dem Kunstmuseum Bern mit seinem Urteil den Weg zur Sammlung Gurlitt geebnet.
Hitler und Goebbels beglückwünschen sich vor einem Werk, das die Nazi in Italien gestohlen hatten.
Provenienzforschung im Kulturbereich ist Detektivarbeit.
Der Stiftungsratspräsident des Berner Kunstmuseums Christoph Schäublin (2. von links) nach der Unterzeichnung der Gurlitt-Vereinbarung.
Das Kunstmuseum Bern tritt das Erbe des verstorbenen Kunstsammlers Cornelius Gurlitt an und übernimmt damit die umstrittene und heikle Sammlung.
Max Liebermann's "Two Riders on the Beach" is one of only two restitution recommendations made so far by the German task force carrying out provenance research on the Gurlitt collection