Potentatengelder: Schweiz an vorderster Front

Die Schweiz ist eines der beliebtesten Fluchtländer für Gelder zahlreicher Despoten. Deshalb will die Regierung die Blockierung und Rückführung illegaler Vermögen künftig mit einem Gesetz regeln. International gilt der Entwurf als Pionierleistung. Doch auch die neuen Normen können nicht alle Probleme lösen.

Aktuell
Hintergrund
Sitz der Kanzlei Mossack Fonseca in Panama City. Von hier aus "entwichen" die "Panama Papers" in die Medienwelt hinaus.
Nigeria und die Schweiz unterzeichnen eine Absichtserklärung über die Modalitäten der Rückgabe der Abacha-Gelder.
2015 musste sich der Bundesrat auf Notrecht berufen, um die Gelder des Ex-Präsidenten der Ukraine Viktor Ianoukovitch zu beschlagnahmen. Künftig gibt es dafür ein Gesetz.
Didier Burkhalter empfing am 13. Oktober seinen tunesischen Amtskollegen Taieb Baccouche in Bern.
Die Wirtschaftsflaute ist auch auf diesem Souk in Tunis zu spüren, wo der "arabische Frühling" seinen Anfang nahm. 
Der im letzten Jahr verstorbene, haitianische Ex-Diktator Jean-Claude Duvalier hatte einen Teil seines Vermögens auf Schweizer Banken versteckt.  
Fast 700 Millionen Franken, die aus Kreisen des ehemaligen ägyptischen Präsidenten Hosni Mubarak stammen, sind immer noch in der Schweiz eingefroren. Ein neues Gesetz, das gegenwärtig im Parlament beraten wird, sollte die Rückgabe illegal angeeigneter Vermögenswerte von Potentaten an die beraubten Bevölkerungen erleichtern.
Der malaysische Premierminister Najib Razak ist in einen enormen Korruptionsskandal um den malaysischen Staatsfonds 1MDB verwickelt. Die Bundesanwaltschaft sperrte mehrere Dutzend Millionen Franken auf Schweizer Banken.
Mehr...