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Der FIFA-Rat trifft sich in diesen Tagen erstmals in seiner neuen Zusammensetzung. In Zürich werden die künftige Teilnehmerzahl der WM sowie die Vergabemodalitäten der WM-Endrunde 2026 diskutiert.

Die Einsetzung des FIFA-Rates gehört zum Reformpaket, das die FIFA Anfang Jahr geschnürt hat. Der FIFA-Rat ersetzt die FIFA-Exekutive. Seine Zusammenstellung ist neu, statt 25 Mitgliedern umfasst er 37 (inklusive dem FIFA-Präsidenten). Noch ist das Gremium nicht ganz komplett, weil etwa die asiatische und die südamerikanische Konföderation noch nicht alle ihrer Vertreter gewählt oder ersetzt haben.

So kommen am Donnerstag und Freitag 32 Mitglieder des neuen Rates erstmals in Zürich zusammen. Sie treffen sich zum zweiten Mal als so genannter "FIFA Council". Die erste Sitzung im Vorfeld des FIFA-Kongresses in Mexico-City im vergangenen Mai hatte allerdings noch in der Zusammensetzung der alten FIFA-Exekutive stattgefunden.

Der Frauenanteil ist im neuen Gremium markant gestiegen. Jede der sechs Konföderationen muss mindestens eine Frau in den Rat entsenden. Ausserdem ist die neue FIFA-Generalsekretärin Fatma Samoura an der Sitzung dabei. Zum ersten Mal nehmen als Vertreter der Administration auch die Ex-Profis Marco van Basten und Zvonimir Boban teil.

Der Rat wird in dieser Woche kaum Entscheide treffen, welche in der breiten Öffentlichkeit von grossem Interesse sind. Die Reduzierung der Kommissionen von bisher 26 auf nur noch 9 ist bereits bestätigt. Statt insgesamt über 400 Mitglieder werden es nicht einmal mehr 200 sein. Der Rat bestimmt nun nach den Governance-Regularien diese Mitglieder.

Aus Sicht der Fans ist die Diskussion um die Teilnehmerzahl der Mannschaften ab der WM-Endrunde 2026 von gesteigertem Interesse. FIFA-Präsident Gianni Infantino hat letzte Woche in Kolumbien schon mal einen Vorschlag platziert. Er sprach von der Möglichkeit, die WM von 32 auf 48 Teams aufzustocken - mit einer Ausscheidungsrunde für 32 dieser 48 Teams, bevor die eigentliche WM mit dem aktuellen Modus und 32 Mannschaften weitergeführt wird.

Einzelne Medien sahen hinter den Ausführungen Infantinos eine politische Strategie. Der Walliser begründete seine Idee dagegen mit der Fussball-Begeisterung und dem Enthusiasmus, den er in mehr Länder bringen wolle. So wie es Island oder Albanien mit ihrer EM-Teilnahme im letzten Sommer erlebt haben. Ohnehin hat Infantino in dieser Causa keineswegs die Machtfülle. Letztlich entscheidet der FIFA-Rat über die Anzahl Teilnehmer an seiner Sitzung im Januar 2017.

Ebenfalls zum Thema werden in dieser Woche in Zürich die Modalitäten für die Vergabe der WM-Endrunde 2026. Gemäss den aktuellen Statuten dürfen Länder aus der Konföderation, welche die vorhergehende WM durchgeführt hat, nicht kandidieren. Diskutiert wird nun im FIFA-Rat über die Möglichkeit, auch die Mitgliedsverbände aus der Konföderation der vorletzten durchgeführten WM auszuschliessen.

sda-ats

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