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Filmfestival Locarno: Grosses Publikums- Interesse


Das 53. Filmfestival Locarno ist auf bestem Weg, erneut einen Besucherrekrod aufzustellen: Das Publikum drängt sich in den Kinos, und auch die Piazza- Filme erfreuen sich grosser Nachfrage.

Von der Piazza in die Kino-Säle

Aber dem Festival ist, wie schon in den letzten Jahren, kein Wetterglück beschieden. Drei der vier Abendvorstellungen auf der Piazza Grande mussten bereits abgesagt werden. Was für die Kinos ein Glück ist, erweist sich für die Piazza als organisatorische Grossaufgabe.

Auch dank dem kühlen und regnerischen Wetter waren die Kinos aller Festivalsektionen, auch etwa der Kurzfilme mit Werken aus Spanien und der Schweiz oder der Retrospektive mit zensurierten russischen Filmen, von Anfang an gut besucht oder sogar ausgebucht.

Für die Piazzabesucher bedeutete die Verlegung der Vorführungen in die Kinos sowohl am Donnerstag, am Freitag wie auch am Samstag wie schon in den letzten Jahren erneut eine, manchmal vergebliche, Geduldsprobe, da in den beiden Ersatzkinos nur wenig mehr als halb so viel Plätze zur Verfügung stehen wie auf der Piazza selber.

Viel Applaus für "The House of Mirth"

Der Samstagabend mit "The House of Mirth" von Terence Davies war dann, obschon der Film wegen des unbeständigen Wetters nicht auf der Piazza gezeigt werden konnte, in der Meinung des Publikums wohl der bisherige Höhepunkt im Piazzaprogramm. Der Film erhielt den langanhaltenden und sehr freundlichen Applaus in den prall gefüllten Piazza-Ersatzkinos.

Der Festivalfilm, der bisher am meisten zu reden gab, ist aber nicht der ausser Wettbewerb gezeigte Kostümfilm des Briten Terence Davies, der 1988 für "Distant Voices, Still Lives" den Goldenen Leoparden erhalten hatte, sondern der Wettbewerbsfilm "Baise-moi" von Virginie Despentes und Coralie Trinh Thi.

Vom 3'500-köpfigen Publikum im Festivalkino Fevi ohne grossen Protest, aber auch nicht mit besonderem Enthusiasmus aufgenommen, setzte sich die Presse in langen Artikeln mit dem umstrittenen Werk auseinander. Sie ist sich einig, dass der Film kein Porno ist, aber auch kein filmisches Meisterwerk.

swissinfo und Agenturen



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