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 (Keystone)
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Wie in den meisten Ländern müssen die Schweizer Behörden über Geburten und Todesfälle im Land informiert werden. Dies unabhängig von der jeweiligen Staatsbürgerschaft.

Geburt

In der Schweiz muss die Geburt eines Kindes beim Zivilstandsamt des Geburtsortes gemeldet werden, innerhalb von drei Tagen nach der Niederkunft. Bei einer Geburt in einem Spital oder einer privaten Geburtsklinik übernehmen diese die Anmeldung.

Bei einer Hausgeburt müssen die Mutter oder der Vater, die Hebamme oder ein Arzt oder andere Personen, die dabei waren, die Geburt dem Zivilstandsamt melden.

Je nachdem, ob die Mutter (allenfalls auch der Vater) im Personenstandsregister der Gemeinde erfasst sind oder nicht, wird das Zivilstandsamt zusätzliche Dokumente verlangen, um die Identität der Eltern abzuklären. Beim Zivilstandsamt kann später auch eine Geburtsurkunde bezogen werden.

Ausführlichere Informationen zu den administrativen Fragen rund um das Thema Geburt und Online-Zugang zu Behörden bietet das Schweizer Portal ch.ch.

Erwerbstätige Mütter haben in der Schweiz Anrecht auf einen Mutterschaftsurlaub von 14 Wochen. Sie erhalten während dieser Zeit 80% ihres Einkommens. Es gibt keinen gesetzlich geregelten Vaterschaftsurlaub.

Die Geburt von Kindern, deren Eltern das Schweizer Bürgerrecht nicht besitzen, sollten bei der Botschaft oder dem Konsulat des Heimatlandes angemeldet werden.

Eine Liste der ausländischen Vertretungen in der Schweiz findet man beim Schweizerischen Aussenministerium.

Ehe/Partnerschaft

Das Recht auf Heirat ist in der Bundesverfassung garantiert. Zuständig für die Durchführung von Heiraten sind die Zivilstandsämter (Standesämter).

Auch homosexuelle Paare haben im ganzen Land Anrecht auf rechtlichen Status. Die registrierte Partnerschaft verschafft ihnen mit Ausnahme des Adoptionsrechts und des Rechts auf medizinisch unterstützte Fortpflanzung den gleichen Schutz und die gleichen Pflichten wie eine Heirat. Die Schweiz anerkennt auch Ehen, die im Ausland gültig geschlossen wurden.

Um hier eine Ehe schliessen zu können, müssen alle Brautleute, egal ob Schweizer Staatsangehörige oder nicht, folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • Älter als 18 Jahre sein
  • Nicht bereits verheiratet sein
  • Bevormundete Personen brauchen die Zustimmung des gesetzlichen Vertreters
  • Eheschliessungen zwischen (Halb)-Geschwistern oder mit den Eltern (leibliche oder Adoptiveltern) oder Grosseltern sind gesetzlich verboten

Um eine Bewilligung zu erhalten, müssen ausländische Paare, die in der Schweiz leben, mit dem Einreichen des Heiratsgesuchs belegen, dass sie sich legal hier aufhalten. Eingereicht werden müssen zudem Dokumente zu Geburt, Namen, Staatsangehörigkeit, Zivilstand etc.

Das lokale Zivilstandsamt prüft dann das Gesuch. Verweigert wird die Ermächtigung, wenn Braut oder Bräutigam offensichtlich keine Lebensgemeinschaft begründen, sondern die Bestimmungen über Zulassung und Aufenthalt von Ausländerinnen und Ausländern umgehen wollen. Die Trauung kann frühestens 10 Tage nach Erhalt der Ehe-Ermächtigung erfolgen und spätestens drei Monate nachher.

Merkblätter mit Informationen zur Eheschliessung und den eingetragenen Partnerschaften Homosexueller können beim Bundesamt für Justiz heruntergeladen werden.

Weitere Informationen über die Eheschliessung und die damit verbundenen Formalitäten erteilen die Gemeinden. Die Adressen der Gemeinden finden Sie auf dem Schweizer Portal ch.ch.

Man kann sich in der Schweiz auch kirchlich trauen lassen. Eine kirchliche Hochzeit kann jedoch erst nach der Ziviltrauung stattfinden, da nur diese rechtlich anerkannt wird.

Todesfall

Jeder Todesfall in der Schweiz muss den Zivilstands-Behörden am Wohnsitz angezeigt werden. Diese tragen ihn im Personenstandsregister ein und erstellen eine Todesurkunde. Jeder Todesfall muss zudem innerhalb von zwei Tagen auch den Zivilstands-Behörden des Ortes gemeldet werden, wo der Tod eingetreten ist.

Stirbt jemand zu Hause, ist sofort mit einer Ärztin oder einem Arzt Kontakt aufzunehmen, damit sie oder er vor Ort den Tod feststellt. Eine Bestattung oder Kremation kann nicht erfolgen, bevor der Todesfall bei den Zivilstands-Behörden gemeldet worden ist.

Der Tod von ausländischen Personen, die in der Schweiz keinen Wohnsitz haben und nicht bei der Einwohnerkontrolle angemeldet sind, muss dem Zivilstandsamt jenes Ortes angezeigt werden, in dem der Tod eintrat.

Zudem sollten die betroffene Botschaft oder das Konsulat informiert werden. Eine Liste der ausländischen Vertretungen in der Schweiz finden Sie beim Schweizerischen Aussenministerium.

Die Bräuche und Formalitäten der Bestattung unterscheiden sich von Kanton zu Kanton. So ist die Kremation nicht in allen Kantonen möglich. In der Regel müssen Verstorbene auf einem öffentlichen Friedhof bestattet werden. Die Kantone können Ausnahmen bewilligen. In der Praxis besorgen Bestattungsunternehmen oft alle Formalitäten, von der Anzeige an die Zivilstands-Behörde bis zur Bestattung.

Weitere Informationen über die Bestattungsbräuche und die damit verbundenen Formalitäten erteilen die Gemeinden. Die Adressen der Gemeinden finden Sie auf dem Schweizer Portal ch.ch. Dort finden Sie auch eine detaillierte Checkliste, was bei einem Todesfall alles zu tun ist.

swissinfo.ch

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