Lausanne (awp) - Die Spitalgruppe Genolier (GSMN) übernimmt voraussichtlich die Solothurner Privatklinik Obach. Genolier und die 39 Genossenschafter der Klinik Obach hätten einen Vertrag zur Übernahme von 100% der Obach-Anteile durch Genolier unterzeichnet, teilte die Waadtländer Spitalgruppe am Dienstag mit. Somit werde die zehnte Klinik im nationalen Verbund von Genolier aufgenommen.
Die 1922 gegründete Privatklinik Obach erwirtschaftete im vergangenen Jahr einen Umsatz von nahezu 24 Mio CHF. Die Klinik sei profitabel, sehr gut geführt und geniesse einen ausgezeichneten Ruf in der Region. Sie verfüge über 65 Betten mit drei Operations- und zwei Geburtssälen und beschäftige 120 Mitarbeitende. Wichtige Spezialgebiete seien unter anderem die orthopädische Chirurgie, die Gynäkologie und Geburtshilfe, allgemeine Chirurgie, Urologie, HNO/Kiefer- und Ästhetische Chirurgie, Ophthalmologie oder Gastroenterologie. Die 43 Belegärzte führen jährlich mehr als 3'000 Operationen in den drei Operationssälen der Klinik durch.
Die Klinik Obach soll ihre Strategie im Genolier-Verbund fortsetzen, es seien keine einschneidenden Änderungen hinsichtlich Geschäftstätigkeit vorgesehen. Die Positionierung und Philosophie der Klinik, nämlich der Fokus auf unabhängige medizinische Dienstleistungen auf höchstem Niveau, decke sich hervorragend mit derjenigen von Genolier. Auch werde die Klinik weiterhin von André Bourquin geführt, der seit 19 Jahren Direktor der Privatklinik Obach ist.
Mit dem per 1. Januar 2012 vorgesehen Anschluss der Privatklinik Obach, sowie der zwei Tessiner Kliniken Ars Medica und Sant'Anna, rechnet Genolier damit, im Jahr 2012 einen Jahresumsatz von über 300 Mio CHF realisieren zu können. Neben der Nutzung bedeutender Synergien im medizinischen und wirtschaftlichen Bereich sei auch eine Stärkung der Marktposition jeder Klinik des Netzwerkes zu erwarten. Die Modalitäten der Obach-Übernahme würden zu einem späteren Zeitpunkt erläutert, heisst es weiter.
mk/cf

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