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Heute in der Schweiz

Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland,

Es regnet heute hier, ist nass und trüb. Vielleicht sitzen Sie irgendwo an der Sonne vor Ihrem Bildschirm, während Sie sich über SWI plus mit der Schweiz in Verbindung setzen. Digitalisierung heisst das Zauberwort, um das sich im heutigen Briefing so einiges dreht. Klicken Sie los!

Liebe Grüsse aus Bern

Kathrin Ammann

Fokus: Aussenpolitik und Entwicklungszusammenarbeit

Aufnahme von Schweizer Bergen
(Carlo Pisani)

Die Digitalisierung macht es möglich: Leben und arbeiten in den Schweizer Bergen, weit ab von morgendlichem Pendlerstress, Verkehrsstau und urbaner Hektik.

Vermutlich im Zug auf dem Weg zur Arbeit hat sich meine Kollegin Sibilla Bondolfi immer wieder gefragt, weshalb wir uns in der Schweiz ins zersiedelte und neblige Mittelland drängen, statt in den sonnigen Alpen zu leben. Die Antwort auf die Frage ist simpel: In den Städten gibt es mehr gut bezahlte Jobs in unterschiedlichen Branchen.

Im Zeitalter der Digitalisierung fällt es einem schwer, sich mit dieser Antwort zufriedenzugeben. Ortsungebunden zu arbeiten sollte doch eigentlich möglich sein – und somit ein Umzug in die Berge.

Zusammen mit unserem Video-Journalisten Carlo Pisani und unserem Fotografen Daniel Rihs machte sich Sibilla auf die Suche nach Menschen, die dank Digitalisierung in den Bergen leben und arbeiten können. Entstanden ist eine tolle Reportage.

Ein roter Schweizer Pass.
(Keystone)

Auch in diesem Beitrag geht es um die Digitalisierung: Denn Parteien und Netz-Aktivisten sammeln in der Schweiz ab sofort Unterschriften, um das Gesetz für die Schaffung eines digitalen Passes zu Fall zu bringen.

Ihnen passt der von Bundesrat und Parlament geplante Systemwechsel nicht: Private Unternehmen sollen künftig nämlich den digitalen Pass (E-ID) herausgeben. Der Staat prüft nur noch die Identität.

Für die Gegner aber steht der Staat bei der E-ID in der Verantwortung. Deshalb dürfe er die Aufgabe, die E-ID herauszugeben, nicht an private Unternehmen delegieren.

Eine Umfrage des Digital Democracy Lab der Universität Zürich vom Montag kommt zum Schluss, dass diese Haltung für Anhänger aller Parteien gelte. Ein Zustandekommen des Referendums ist nicht ausgeschlossen.

Ein Bahnarbeiter mit einer Maschine auf einem Gleis.
(Keystone)

Was gefällt Ihnen besser: "Die Schweiz bleibt eine Musterschülerin" oder "Die Schweiz büsst weiter an Wettbewerbskraft ein"? So viel sei verraten: Beides ist richtig.

Jedes Jahr veröffentlicht das World Economic Forum in Genf eine Studie zur Wettbewerbsfähigkeit von insgesamt 141 Ländern. Die Schweiz gehört zu den Musterschülerinnen, ist im Vergleich zum letzten Jahr aber vom vierten auf den fünften Platz abgerutscht.

Verdanken tut sie ihre Wettbewerbsfähigkeit laut der Studie vor allem der hervorragend ausgebildeten und gesunden Bevölkerung, der guten Infrastruktur und dem stabilen politischen Umfeld. Weniger begeistert sind die Autoren der Studie von der Verwaltung und den Zöllen.

Kommen wir auch hier noch kurz auf die Digitalisierung zu sprechen: Seit 2018 gibt die Studie der Frage, wie gut ein Land für die Herausforderungen der Digitalisierung gewappnet ist, mehr Gewicht – und die Schweiz musste nach dieser Umstellung ihren Platz an der Spitze nach neun Jahren abgeben.

ein Protestmarsch
(Keystone / Martial Trezzini)

Und nun zum Klima. Und den Wahlen. In rund zehn Tagen wird die Schweiz grüner und etwas linker sein: Das zeigt das letzte Wahlbarometer vor den Parlamentswahlen am 20. Oktober.

Das Klima spielt die Rolle des Königsmachers bei den Wahlen 2019: Umweltbewusste Parteien auf beiden Seiten des politischen Spektrums steuern laut der Umfrage auf Rekorde zu. Alle anderen werden voraussichtlich Federn lassen müssen.

Somit setzt sich der Trend der vorangegangenen Umfragen fort. Die Grünen sind auf dem besten Weg, das beste Resultat in ihrer Geschichte zu erreichen.

Dabei liegt der Wähleranteil für die Grünen unter den Schweizerinnen und Schweizern im Ausland im Vergleich zu ihren Landsleuten in der Schweiz um 14 Prozentpunkte höher. 6 Punkte sind es mit Blick auf die Grünliberalen.

(swissinfo.ch)

Es lohnt sich, nochmals nachzulesen, wie man korrekt wählt. In der Gemeinde Neuhausen am Rheinfall gibt es erfahrungsgemäss besonders viele ungültige Stimmen.

In Neuhausen am Rheinfall wissen besonders viele Wählerinnen und Wähler nicht, wie Wählen geht. Oder es ist ihnen egal. Darauf deutet die hohe Fehlerquote bei den Wahlen 2015 hin. Über sechs Prozent der Unterlagen waren ungültig.

Manche verwechseln Nationalrat und Ständerat oder schicken gleich das ganze Büchlein mit allen Listen zurück. Ein Grund dafür könnte die Stimmpflicht sein. Wer im Kanton Schaffhausen nicht wählt, muss sechs Franken Busse zahlen. Um diese Strafe zu umgehen, schicken manche Nichtwähler offenbar einfach alles ungeöffnet zurück.

Der Kanton Schaffhausen hat nun reagiert. Vorne auf den Unterlagen steht neu rot und fett umrahmt: "Es darf nur ein Wahlzettel verwendet werden."

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