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Heute in der Schweiz

Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland

Herzliche Gratulation – Sie sind Trendsetter! 2018 haben so viele Menschen die Schweiz verlassen wie seit den 1970er-Jahren nicht mehr. Zur Auswanderungswelle gehörten auch die Diethelms – sie haben ihr Glück in Costa Rica gefunden.

Herzliche Grüsse aus Bern

Renat Kuenzi

Leiter der Fachredaktion #DearDemocracy

(Libreria nazionale, Wellington)

Die Schweiz – ein Auswanderungsland! Das war so bis ins letzte Jahrhundert hinein. Brechen diese Zeiten wieder an? 2018 haben rund 130'000 Menschen das Land verlassen, also fast die Bevölkerung der Hauptstadt Bern.

Keine Panik! Die Schweiz bleibt bei Menschen aus dem Ausland gefragt. Die Zuwanderung bleibt mit 170'000 Einreisenden hoch. Nur: Der Anteil der Ausreisenden wuchs! Der Gap, sprich der Wanderungssaldo, liegt immer noch im Plus, mit knapp 40'000 Menschen.

Trotzdem: Die Ausreisewelle hat einen Jahrzehnte-Peak erreicht. Gut die Hälfte der Ausgereisten waren Bürger und Bürgerinnen der 28 EU-Staaten. Schweizerinnen und Schweizer machen mit 32'000 Wegzügen rund einen Viertel dieser "verlorenen Hauptstadt Bern" aus.

Ihre Zielländer sind grösstenteils die Nachbarländer der EU. Immer mehr Schweizer machten somit Gebrauch vom freien Personenverkehr innerhalb der EU, so die Autoren.

  Red Sea coral
(Guilhem Banc-Prandi)

Schweizer Diplomatinnen und Diplomaten sind berühmt für ihre Einsätze rund um den Globus für den Frieden. Dies mit ihrer Politik der guten Dienste. Jetzt verstärkt sie ihre Position in einer neuen Domäne: der Wissenschaftsdiplomatie.

Angefangen hat es, wie so oft, mit einem Streit. Forschende, die im Roten Meer Korallen auf ihre Widerstandsfähigkeit gegen die Klimaerwärmung prüften, sind sich in die Haare geraten. Die Schweiz will nun versuchen, die Streithähne an einen Tisch zu bringen.

Das tönt nach einer sportlichen Zielsetzung. Denn in der Region sind Länder angesiedelt wie Israel, Saudi-Arabien, Sudan, Eritrea, Jemen, Jordanien, Ägypten und Dschibuti. Viele von ihnen sind sicher keine besten Freunde.

Wieso der Schweiz dieser Aufwand wert ist? Wenn schon die Korallenriffe draussen in den Meeren zu Opfern des Klimawandels werden, so soll wenigstens das robustere Riff im Toten Meer überleben, so eine Zielsetzung.

(sda-ats)

Mit wem paaren sich Herr und Frau Schweizer am liebsten? Nun, so genau wollen wir es gar nicht wissen. Aber...

... was wir wissen: was Eheschliessungen mit ausländischen Partnerinnen und Partnern angeht, stehen Schweizer Männer vorwiegend auf Thailänderinnen, Latinas und Osteuropäerinnen. Die Frauen geben sich nicht mit so einer engen Auswahl zufrieden.

Bei den Thailänderinnen ist der Nachfrageüberhang bei Schweizer Männern am grössten. Umgekehr formuliert: Schweizer Frauen vermählen sind knapp 40 Mal weniger oft mit einem Mann aus Thailand. Die Nachfrage-Differenz ist auch betreffend Gattinnen aus der Ukraine, Russland, China, Philippinen, Japan, Vietnam und der Slowakei relativ gross.

Aber auch die Schweizer Frauen haben ihre Vorlieben. Nur sind hier die Unterschiede zu den Männern markant geringer. Der grösste Nachfrage-Überhang liegt hier bei den Ägyptern. Schweizer Frauen sagen vor dem Traualtar fünfmal öfters Ja zu einem Ägypter als Schweizer Männer zu einer Gattin vom Nil. Differenzen gibt es auch betreffend Ehemännern aus Nigeria, Tunesien, Italien, Portugal, Sri Lanka, Türkei, Indien, Algerien und Grossbritannien.

Aber Achtung: Das sind die Nationalitäten, wo es betreffend der Geschlechter die grössten Unterschiede gibt. In absoluten Zahlen dagegen dominieren binationale Ehen Schweiz-Deutschland und Schweiz-Italien. Und zwar bei Männern UND Frauen.

(sda-ats)

Dann noch zu einem Lieblingsthema der Schweizer: der Eisenbahn. Wenn es hier so etwas wie einen Liebling gibt, ist es Peter Spuhler, Chef von Stadler Rail. Ausgerechnet die Nr. 1 des Schweizer Zugbaues gerät jetzt aber ins Trudeln – in Algerien.

Spuhler startet durch: Grossaufträge aus Österreich, Taiwan, Polen, eine siegreiche Ausschreibung in Deutschland, ein Lokomotiven-Deal mit Spanien. Als Folge davon zeigt auch der Aktienkurs seit Wochen nur in eine Richtung: nach oben. So sieht ein Unternehmen in der Erfolgsspur aus.

Doch im Aussenposten Nordafrikas knackts mächtig im Gebälk: Die Leitung des lokalen Ablegers hat gemäss einer algerischen Zeitung rund 50 Mitarbeitenden gekündigt – fast der Hälfte der Belegschaft. Die Ursache scheint ein Konflikt Unternehmen und Gewerkschaft zu sein. Dabei geht es um arbeitsrechtliche Fragen. Stadler Rail selber spricht von 39 Entlassenen. Die Eisenbahngewerkschaft Algeriens droht mit Generalstreik.

Für Stadler steht viel auf dem Spiel: Via einem Joint Venture mit der algerischen Staatsbahn sollen die Produktion ins Land geholt und dann von dort aus Züge für weitere Länder Afrikas gebaut werden.

(zvg)

"Bevor wir ein Fall für das Sozialamt werden, haben wir rechtzeitig nach einer Lösung gesucht", sagte Kati Diethelm (55) vor zwei Jahren gegenüber der Aargauer Zeitung. 

Die Buchhalterin hatte zweimal ein Burnout erlitten. Ihr Mann Peter (65) ist seit einer missglückten Hüftoperation vor fünf Jahren arbeitsunfähig. Im Herbst 2017 verkaufte das Ehepaar ihr Haus im aargauischen Biberstein und wanderte nach Costa Rica aus.

In Orosí – eineinhalb Autostunden von der Hauptstadt San José entfernt – kauften Kati und Peter Diethelm ein Grundstück und bauten ein Haus. Seit Ende 2017 leben sie nun das "Pura Vida" in Mittelamerika.

Immer mehr Schweizer tun es den beiden gleich. Wenn das Geld in der Schweiz nicht mehr reicht, schauen sie sich – häufig im Rentenalter – nach Alternativen um. Von den rund 760'000 Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer sind ein Fünftel im Pensionsalter. Das unterschiedliche Preisniveau spiele eine grosse Rolle, sagte Nicole Töpperwien von Soliswiss gegenüber der Handelszeitung. "Mit einem Rentenfranken können Schweizer Pensionierte in den bei ihnen besonders beliebten Ländern einen spürbar bequemeren Lebensabend verbringen", so Töpperwien weiter.

Für die Diethelms ist es bisher aufgegangen. Den Lebensunterhalt bestreitet das Ehepaar mit der halben IV-Rente von Kati Diethelm. Bald kommt Peters AHV dazu. Auf ihrem Grundstück, das fast so gross wie ein Fussballfeld ist, steht mittlerweile ein Haus mit Pool und Terrasse, ein Guesthouse, eine Rancho und ein Orchideenhaus. Das nächste Bauprojekt steht bereits an: eine gedeckte Lounge mit Feuerstelle und Sitzecke. Für ihren Garten beschäftigen die Diethelms unterdessen einen Vollzeit-Gärtner. Kostenpunkt: Rund 180 Franken pro Woche. Dazu kommen Kosten von insgesamt 70 Franken pro Monat für Strom und Wasser.

Wir sind an Geschichten von Auswanderern und Ausgewanderten interessiert. Planen Sie ins Ausland zu ziehen? Oder haben Sie Ihre Pläne bereits umgesetzt? Schreiben Sie uns.



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