Nach dem heftigen Regen im Bündnerland führt der Rhein Hochwasser und bringt viel Schwemmholz mit. Zeit für die Rheinholzer auszurücken, um mit Wurfhaken und Seilen Baumstämme an Land zu ziehen. Früher wurde auf diese Weise Brennholz gewonnen.

Am Mittwoch standen die Rheinholzer im st. gallischen Kriessern im Einsatz: Mit speziellen, selber hergestellten Werkzeugen versuchten sie, Schwemmholz zu fangen. "Das ist Action", sagte der Präsident der Rheinholzer-Vereinigung, Eugen Baumgartner, der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

Die Arbeit der Rheinholzer nahe am wilden, reissenden Wasser ist nicht ungefährlich. "Vor allem in der Nacht, bei Scheinwerferlicht." Früher sei auf diese Weise Brennholz gesammelt worden, erklärt Baumgartner den Zweck des Rheinholzens. "Heute ist das alles Hobby." Nach getaner Arbeit gibt es für alle eine Vesper.

Die Vereinigung der Rheinholzer zählt rund 50 Mitglieder aus der Region von Kriessern bis Sevelen. Aufgenommen wird, wer mindestens 16 Jahre alt ist. Jugendliche, die schon vorher Interesse haben, dürfen unter der Aufsicht von Eugen Baumgartner schon mal zum Schnuppern kommen.

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