Dienstag 01.12.2009
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Die Schweizer Gletscher schwinden weiter

 

BERN - Der Gletscherschwund hält in der Schweiz unvermindert an. In der Messperiode 2004/05 schrumpften 84 von 91 beobachteten Gletschern. 7 veränderten ihre Zungenposition nicht. Am stärksten schmolz die Zunge des Triftgletschers.

Dieser Gletscher im Kanton Bern zog sich um 216 Meter zurück, wie die Glaziologische Kommission der Akademie der Naturwissenschaften in einem Communiqué schreibt. An zweiter Stelle folgte der Grosse Aletschgletscher im Wallis mit 66 Metern Schwund. Der weitverbreitete Gletscherrückzug setzt den Trend der vergangenen Jahre fort.

Der Maximalwert beim Triftgletscher ist durch den See entstanden, welcher die Gletscherzunge umgibt. Dieser See verstärkt das Abschmelzen massgeblich, wie die Kommission schreibt. Veränderungen an der Gletscherzunge erfolgen im Allgemeinen mit zeitlicher Verzögerung auf die verursachenden Einflüsse.

Zusätzlich zu den Längenmessungen bestimmten die Fachleute im Herbst 2005 auch den Massenhaushalt zwischen Schneezuwachs und Eisabtrag der drei Gletscher Basòdino TI, Gries VS und Silvretta GR.

Dabei zeigte sich, dass alle drei erheblich an Masse verloren hatten. Das Resultat ist vor allem auf die geringen Niederschläge des Winters 2004/05 zurückzuführen. Der Massenhaushalt wiederspiegelt im Gegensatz zur Zungenlänge die klimatischen Verhältnisse des jeweils vergangenen Jahrs unverzögert.

Am stärksten verlor der Griesgletscher im Nufenengebiet an Masse. Er verlor 1,7 Meter an mittlerer Eisdicke. Dieser Gletscher weist eine mittlere Dicke von 80 Metern auf.

Die Schweiz verfügt über rund 1800 grössere und kleinere Gletscher. Die 91 beobachteten Gletscher repräsentieren alle Grossen und die meisten Mittleren von ihnen.

 

SDA-ATS

 

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