Montag 30.11.2009
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250 000 Libanesen protestieren gegen Mohammed-Karikaturen

 

BEIRUT - Hunderttausende Schiiten in Libanon haben die Prozession an ihrem wichtigsten religiösen Trauertag dazu genutzt, gegen die Mohammed-Karikaturen zu protestieren. Trotz strömenden Regens zogen rund 800 000 Gläubige durch die Strassen im Süden von Beirut.

Am Aschura-Tag gedenken die Schiiten des Märtyrertods von Imam Hussein, eines Enkels des Propheten und Religionsgründers Mohammed. In diesem Jahr standen die Feiern in Libanon unter dem Motto "Verteidigung der Religion und des Propheten um jeden Preis".

"Wir nehmen solche Beleidigungen nicht hin" und "Wer steckt dahinter?", stand auf Spruchbändern, die in der Menge getragen wurden. Zugleich riefen sie Slogans wie "Tod für Amerika, Tod für Israel!". Der südliche Stadtbezirk, wo die Demonstration stattfand, wird von der militanten Hisbollah-Miliz dominiert.

Hisbollah-Generalsekretär, Scheich Hassan Nasrallah, forderte die islamischen Länder in seiner Ansprache auf, gemeinsam die europäischen Länder dazu zu bringen, eine Lästerung Gottes und des Propheten per Gesetz zu verbieten.

Er verlangte zudem eine Entschuldigung der dänischen Regierung. Nasrallah rief die Gläubigen auf, friedlich zu protestieren, warnte aber zugleich, Muslime seien "bereit ihr Blut zu opfern, um unseren geliebten Propheten zu verteidigen".

Am Sonntag hatten Demonstranten in Wut über die Karikaturen in Beirut das Gebäude in Brand gesetzt, in dem die dänische Botschaft untergebracht ist. In einer dänischen Zeitung waren die Zeichnungen zuerst erschienen.

 

SDA-ATS

 

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