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Landesregierung ohne exotische Reiseziele


Ein Blick in die jeweiligen Ferienagenden offenbart, dass die Mitglieder der Schweizer Landesregierung ihr Heimatland lieben und gerne wandern.

Exotische Reiseziele werden nicht anvisiert: Abstecher ins Ausland erfolgen meist in offizieller Mission.

Die Mitglieder der Landesregierung zieht es in den Sommerferien, wie schon in den Vorjahren, kaum ausser Landes. Die Schweiz bleibt ihr beliebtester Aufenthaltsort zum Entspannen.

Nach der letzten gemeinsamen Sitzung der Landesregierung am Mittwoch folgt nun die Sommerpause mit sieben sitzungsfreien Wochen. In dieser Zeit darf jedes Mitglied der Landesregierung so lange Ferien machen, wie es möchte - oder so lange, wie es seine Verpflichtungen zulassen.

Bundespräsident Moritz Leuenberger jedenfalls hat nach Angaben seines Sprechers André Simonazzi noch gar keine Ferien geplant. Am 10. Juli weilt er zu einem offiziellen Besuch in Brüssel und vom 14. bis 16. Juli an einem Umweltministertreffen in Finnland.

Am Abend des 31. Juli wird Leuenberger im neuenburgischen La Côte-aux-Fées im Val de Travers eine Rede zum Nationalfeiertag halten. Am 1. August wird die traditionelle Ansprache des Bundespräsidenten von Radio und Fernsehen ausgestrahlt.

Keine Vorkehren gegen Paparazzi

Samuel Schmid wird ab Mitte Juli zuerst einige Tage zuhause in Rüti bei Büren BE verbringen. Anschliessend begibt er sich auf die Südseite der Alpen, wie sein Sprecher Dominique Bugnon sagte. Nach der Veröffentlichung von Fotos von Moritz Leuenberger in Badehose nennt das Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport VBS keine näheren Einzelheiten über Schmids Pläne.

Der Militär- und Sportminister wird zwei 1.-August-Ansprachen halten: eine in Lenzburg im Kanton Aargau und eine im bernischen Wileroltigen.

Hans-Rudolf Merz wird sich "im italienischsprachigen Teil des Landes" von den Strapazen des Amtes erholen, wie der Sprecher des Finanzdepartements, Jean-Michel Treyvaud, verriet. Wandern steht zuoberst auf der Liste der Ferienaktivitäten. Gegen Paparazzi sind gemäss Treyvaud keine speziellen Massnahmen vorgesehen.

Gleiches gilt für Aussenministerin Micheline Calmy-Rey. Die Pressefotografen und die Medien in der Schweiz verhielten sich ja glücklicherweise zurückhaltend, sagte ihr Sprecher Jean-Philippe Jeannerat. Die Aussenministerin wird am 1. August zwei Reden halten: am Vormittag in Zürich und am Abend in Onex GE.

Im Übrigen hat Micheline Calmy-Rey hat noch kein definitives Ferienprogramm zusammengestellt. Einzelheiten darüber will sie sowieso nicht verraten.

Nach New York

Pascal Couchepin wird wie jedes Jahr in seinem Heimatkanton Wallis weilen, wo er Wanderungen unternehmen und seine Familie geniessen will, wie seine Sprecherin Katja Zürcher sagte. Zuvor, bis Mitte Juli, absolviert er noch Arbeitsbesuche in Schweden, Dänemark und Finnland.

Ende Juli fliegt er nach New York, wo er die Ausstellung "Swiss Roots" einweihen und anlässlich des Nationalfeiertags eine Rede vor der dortigen Schweizer Gemeinschaft halten wird. Anfang August wird der Kulturminister dann am Filmfestival in Locarno erwartet.

Auf dem Schloss

Christoph Blocher bleibt im Sommer in der Schweiz, in seinem Haus in Herrliberg ZH sowie auf seinem Schloss in Rhäzüns GR, wie seine Sprecherin Wally Bur sagte. Am 1. August will er sich in den Kanton Waadt begeben und in Mont-sur-Rolle eine Ansprache halten.

Joseph Deiss wird ab dem 1. August nicht mehr Bundesrat sein, er will keine Ferienpläne bekannt geben. Zuvor stehen laut seinem Sprecher Christophe Hans noch offizielle Besuche in Finnland (10./11. Juli) und in Malaysia (12. bis 14. Juli) an.

Die neue Bundesrätin Doris Leuthard ist vor ihrem Amtsantritt sehr beschäftigt. Sie will sich seriös auf ihre anspruchsvolle Aufgabe vorbereiten. Sie wird höchstens ein paar Tage Ferien machen, wahrscheinlich Wanderferien in der Schweiz, wie ihre persönliche Mitarbeiterin Alice Liechti sagte. Am 1. August wird Leuthard in Eischoll im Oberwallis eine Ansprache halten.

swissinfo und Agenturen

Wenn Fotos Lärm machen

Im letzten Frühling verursachten Fotos, die Bundespräsident Moritz Leuenberger mit Gattin Gret an einem Strand in Oman zeigten, einen ziemlichen Aufruhr.

Von einem Amateurfotografen geschossen, zierten sie die Titelseite des Boulevardblattes Blick und wurden auch im Le Matin veröffentlicht.

Gemäss dem Sprecher des Bundespräsidenten, André Simonazzi, sei Leuenberger über das Erscheinen der Fotos unterrichtet gewesen. Er hätte jedoch kein Einverständnis dafür gegeben. "Nicht wegen des Inhalts der Fotos, sondern weil er wollte dass die Bundesräte sich weiterhin in Freiheit bewegen können."



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