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Live blog Die Fünfte Schweiz trifft sich in Brunnen

Die Delegierten der 5. Schweiz treffen sich am 16. April in Brunnen am Vierwaldstättersee. Die Tagung des Auslandschweizerrats steht im Zeichen der Hundertjahrfeier der Auslandschweizer-Organisation, die Sie auf swissinfo.ch direkt mitverfolgen können.

Inhalt zum Live Blog

Der nachfolgende Inhalt berichtet live und ständig aktualisiert über dieses Thema. Die neusten Meldungen finden sich zuoberst

Dieser Inhalt wurde am 16. April 2016 18:06 publiziert Ehrenamtlich und idealistisch

Delegierte der Fünften Schweiz zu sein, heisst, sich ausschliesslich ehrenamtlich zu engagieren.

Die Delegierten kommen aus 26 Ländern in Europa und 18 Ländern aus Übersee. Derzeit sind 18 Mandate vakant, weshalb der vollständige Auslandschweizerrat derzeit nur 122 Delegierte hat.

In Brunnen waren lediglich 67 Delegierte vertreten. Zwei Mal pro Jahr in die Schweiz zu reisen, hat für die Delegierten sehr hohe Kosten zur Folge.

Bisher erhalten sie einen Unkostenbeitrag von 100 Franken pro Person und in wenigen Fällen einen Hilfsbeitrag. Das heisst für die meisten Delegierten, dass sie allein für die Reise- und Aufenthaltskosten mehr oder weniger tief ins eigene Portemonnaie greifen müssen.

Anträge, die Unkostenbeiträge massiv zu erhöhen, lehnen die Delegierten mit Mehrheitsbeschluss ab. Das beschränkte Budget der ASO würde es nicht zulassen.

Der Vorstand schlägt den Delegierten aber vor, den Unkostenbeitrag für Auslandschweizer aus europäischen Ländern auf 200 Franken und für jene aus Übersee auf 500 Franken zu erhöhen. Allerdings unter dem Vorbehalt, dass die dafür notwendigen Mittel von jährlich rund 64'000 Franken ab 2017 aufgebracht werden können.

Nach einer langen Debatte stimmen die Delegierten dem Vorschlag mit deutlicher Mehrheit zu.

Die ASO ist eine private Stiftung mit einem jährlichen Budget von drei Millionen Franken. Unterstützt wird sie zu einem Drittel mit Subventionen des Bundes. Für die anderen zwei Drittel muss sie die Mittel selber aufbringen.

Dieser Inhalt wurde am 16. April 2016 17:06 publiziert ASO-Mitglieder werden zahlreicher

Die ASO nimmt in ihren Reihen fünf neue Organisationen auf:

- Asociación Suiza de Beneficencia de Madrid (Wohltätigkeitsverein)

- Swiss Canadian Chamber of Commerce (Schwizerische-kanadische Handelskammer)

- Schweizerclub Südschweden  

- Die Schweizer Gemeinschaft von Bolivien

- Das Jugendparlament der Auslandschweizer, dessen Präsident, Davide Wüthlich, am Morgen in den Auslandschweizerrat gewählt wurde.

Die fünf Organisationen reihen sich in die Liste der 750 Organisationen ein, die bereits zur ASO gehören.

Dieser Inhalt wurde am 16. April 2016 16:31 publiziert 100-jährige Geschichte beleuchten

Seit 100 Jahren steht die ASO im Dienst der Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer.

Im Jubiläumsjahrexterner Link will sie die eigene Geschichte beleuchten. Unter dem Titel "Die Schweiz – Teil der Welt" sind landesweit verschiedene Veranstaltungen geplant.

Während des gesamten Jubiläumsjahrs stehen die Auslandschweizer im Mittelpunkt. Dabei sollen die Vielfalt der Emigration und deren Beitrag für die Schweiz aufgezeigt werden.

Um ein Bild von der Diversität der Schweizer Auswanderung vermitteln zu können, lädt die ASO alle Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer ein, ihr Videobotschaften zu schicken. Die Teilnehmenden sollen darin ihre Ansichten über die heutige Schweiz oder ihre Erwartungen erzählen.

Der Kongress zur Hundertjahrfeier findet vom 5. bis zum 7. August in Bern statt. Schweizerinnen und Schweizer, gleich, wo sie leben, sind dazu eingeladen, an diesen Veranstaltungen teilzunehmen.


Dieser Inhalt wurde am 16. April 2016 15:08 publiziert Dauerbrenner Krankenkassen

(Keystone)

Die Sorgen der Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer mit der Krankenversicherung sind ein Dauerbrenner.

Oliver Peters, Vize-Direktor des Bundesamts für Gesundheit beantwortet konkrete Fragen der Delegierten.

Wer seinen Wohnsitz ausserhalb der Schweiz hat, wird von den hiesigen Krankenversicherungen nicht obligatorisch versichert.

Je nach Wohnsitzland sind die Auswanderer mit ganz anderen Obligatorien konfrontiert; geniessen völlige Freiheit oder haben überhaupt keinen Schutz. Dabei spielt das Alter und der Gesundheitszustand eine Rolle.

Der Eintritt in ausländische Kassen fällt in jenen Staaten leichter, die mit der Schweiz ein Sozialversicherungs-Abkommen abgeschlossen haben. 

Stets auf dem aktuellen Stand über solche Anbieter ist der Solidaritätsfond für Auslandschweizer soliswissexterner Link

Grundsätzlich gilt das Territorialprinzip. Wer die Schweiz verlässt und sich ausserhalb der EU/Efta-Staaten niederlässt, muss die Versicherungen im Wohnsitzland abschliessen und/oder eine Privatversicherung oder internationale Versicherung abschliessen.

Auslandschweizer im EU/Efta-Raum müssen am Erwerbsort versichert sein. So untersteht beispielsweise ein in Frankreich niedergelassener und erwerbstätiger Schweizer dem französischen Krankenversicherungssystem.

Die Nachbarländer der Schweiz, Deutschland, Frankreich, Österreich und Italien, geben unter gewissen Bedingungen den Pensionierten das Recht, sich in der Schweiz oder im Wohnsitzland zu versichern.

Wer in die Schweiz zurückgekehrt, hat das Recht, von jeder Krankenkasse in die obligatorische Versicherung aufgenommen zu werden.

In der Zusatzversicherung ist es zwar auch möglich, aber je älter jemand ist, umso schwieriger wird es, eine Versicherung zu vernünftigen Bedingungen zu bekommen.

Wer als Auslandschweizer eine Zusatzversicherung in der Schweiz behalten kann, zahlt meistens deutlich höhere Prämien. Dabei stellen sich auch Fragen für den Leistungsbezug im Ausland.  

Krankenkassen Rote Köpfe wegen höheren Prämien

Der Bundesrat schlägt vor, künftig Personen mit hohen Krankenkassen-Franchisen stärker zu belasten. Postwendend kam ein Sturm der Entrüstung. Vor ...


Dieser Inhalt wurde am 16. April 2016 13:16 publiziert AHV-Revision als Ausweg?


(Keystone)

Nach wie vor unbefriedigend ist für viele Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer die Möglichkeiten der Beteiligungen an den Sozialversicherungen.

Wer die Schweiz verlässt, scheidet aus der obligatorischen Versicherung aus. Wer sich im Ausland nicht freiwillig versichert, hat dann Beitragslücken, wenn er oder sie in die Schweiz zurückkehrt. Aber der freiwillige Beitritt zu den Sozialversicherungen ist nicht immer möglich und wenn, gibt es mehr oder weniger Nachteile.

Wer den Wohnsitz ausserhalb eines EU- oder EFTA-Staates hat, kann sich der freiwilligen Versicherung anschliessen. Die Person muss unmittelbar vor dem Austritt während 5 Jahren ununterbrochen bei der AHV versichert gewesen sein.

Der Beitritt zur freiwilligen AHV/IV befreit die Auslandschweizer allerdings nicht von der Beitragszahlung im Beschäftigungsland.

Auslandschweizer im EU/Efta-Raum müssen den Sozialversicherungen des Gastlandes beitreten.

Das Bundesamt für Sozialversicherung (BSV) sei sich der Probleme und Anliegen der Auslandschweizer durchaus bewusst und die Türen für Gespräche seien offen, erklärt BSV-Direktor Jürg Brechbühl vor dem Auslandschweizerrat. Um die Probleme anzugehen, seien aber auch politische Lösungen nötig, auf welche das BSV keinen direkten Einfluss nehmen könne. "Die ASO muss sich bewusst sein, wie dringend die AHV-Revision ist", betont der BSV-Direktor. Er hoffe, dass im Rahmen dieser Revision auch nötige Reformen für die freiwillige Versicherung möglich werden.

Die Sozialversicherung sei von zwischenstaatlichen Regelugen mit 45 Staaten betroffen. Zum Beispiel vom Personenfreizügigkeits-Abkommen mit der EU. Darüber hinaus gebe es Abkommen in Kanada, Südamerika und Asien. Sie betreffen 84% der im Ausland lebenden Schweizer.

Brechbühl gibt zu bedenken, dass die freiwillige AHV/IV Jahr für Jahr ein Millionendefizit schreibt. "Es treten vor allem Versicherte bei, die von der Solidarität profitieren. Deren Leistungen, die sie beziehen, höher sind, als die Beiträge, die sie bezahlen." Die anderen suchten eher private Lösungen.

Das Thema hat bei der ASO Priorität. Am Nachmittag sollen im Rahmen von Workshops die konkreten Probleme erfasst und Lösungsstrategien aufgezeichnet werden.

Dieser Inhalt wurde am 16. April 2016 11:29 publiziert Ungelöste Probleme mit Schweizer Banken

Brennendes Thema des Diskussionsforums sind die Probleme, die viele Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer bei Geschäftsbeziehungen mit Schweizer Banken haben. Seit dem Bankenstreit mit den USA und Ländern der EU haben die Schweizer im Ausland Schwierigkeiten, ein Bankkonto in der Schweiz zu eröffnen oder zu behalten. Sie sehen sich einer restriktiven Politik der Schweizer Banken gegenüber. Sie erhalten keine Kreditkarten, können kein E-Banking machen, oder ihnen werden sogar die Konten gekündigt. Zudem bezahlen Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer oft höhere Kontoführungsgebühren. Die Beibehaltung solcher Beziehungen ist für Schweizer im Ausland wichtig, zum Beispiel für Rentenzahlungen der zweiten Säule der Berufsvorsorge oder für Auszahlungen von Krankenkassen.

Die ASO engagiert sich auf politischer Ebene aber auch in direkten Kontakten zum Finanzsektor dafür, eine Lösungen zu finden. Eine zufriedenstellende Lösung liege immer noch nicht vor, stellen die Delegierten aus verschiedenen Ländern fest.

Im Schweizer Parlament reichten einige Politiker Vorstösse im Sinn der Fünften Schweiz ein. Konrad Graber, Ständerat der Christlichdemokratischen Volkspartei (CVP), verlangte in seinem Postulat, dass PostFinance verpflichtet wird, Zahlungsverkehrskonten für Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer zu eröffnen und führen, die dies wünschen. Die Landesregierung erachtet den Vorschlag als gangbare Lösung.

Der Auslandschweizerrat begrüsst den Vorschlag, bevorzugt aber einen Vorstoss von SVP-Nationalrat Roland Rino Büchel, selber Mitglied des ASO-Vorstandes. Büchel fordert, dass systemrelevante Banken verpflichtet werden, dass Auslandschweizer ein Bankkonto in der Schweiz zu vernünftigen Gebühren unterhalten können. Die Landesregierung lehnte Büchels Vorstoss ab.

Die Delegierten erwägen, am Auslandschweizer-Kongress im Sommer eine Resolution dazu zu verabschieden.

Dieser Inhalt wurde am 16. April 2016 11:00 publiziert Junge Kräfte im Rat

In den Rat gewählt wird auch Davide Wüthrich, Präsident des Jugendparlaments der Auslandschweizer. Der 27-Jährige lebte viele Jahre in Italien. 

Im letzten Jahr hat eine Gruppe junger Auslandschweizer das Jugendparlament gegründet. Das virtuelle Parlament funktioniert über soziale Netzwerke wie Facebook und nutzt Skype und Internet für Abstimmungen. Ziel des Parlaments ist es, Ideen und Informationen auszutauschen, Erfahrungen zu teilen und Projekte zu verwirklichen.

Die direkte Demokratie gebe allen Bürgerinnen und Bürgern starke Instrumente in die Hand, ganz unabhängig vom Alter, schrieb der Doktorand in Ingenieurwissenschaften in einem Gastbeitrag für swissinfo.ch.  Darin kritisierte er die seiner Meinung nach zu tiefen Hürden für Volksinitiativen. 

Wüthrichs Schweizer Wurzeln haben dazu geführt, dass er Italien kürzlich verlassen und sich in Lausanne niedergelassen hat, um einen Master in Wasserwirtschaft an der Eidgenössischen Technischen Hochschule von Lausanne (ETHL) zu absolvieren.

Davide Wüthrich, 27, Italien "Italien sollte sich von der direkten Demokratie der Schweiz inspirieren lassen"

Davide Wüthrich, der bis vor kurzem in Italien lebte, gehört zu den Promotoren des Auslandschweizer Jugendparlaments. Der Doktorand in ...



Dieser Inhalt wurde am 16. April 2016 09:55 publiziert Isabelle Moret, neues Mitglied des ASO-Vorstands

(Keystone)

Die 67 anwesenden Delegierten wählen Isabelle Moret in den Auslandschweizerrat und in den Vorstand der ASO. Die Waadtländer Nationalrätin der Fresinnigen Partei (FDP.Die Liberalen) folgt auf Jacques-Simon Eggly. Der langjährige ASO-Präsident wurde im letzten Jahr nach seinem Rücktritt zum Ehrenpräsidenten gewählt.  

Die grossen Bundesratsparteien sind im Vorstand des Auslandschweizerrats vertreten. 

Dieser Inhalt wurde am 16. April 2016 09:47 publiziert Näher zur Basis

(Keystone)

Remo Gysin, der am Auslandschweizerkongress vom letzten August zum neuen Präsidenten der Auslandschweizer-Organisation (ASO) gewählt wurde, eröffnet die Tagung des Auslandschweizerrats in Brunnen (SZ) mit dem Versprechen, verstärkt auf die konkreten Bedürfnisse der Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer einzugehen. Die ASO hat deshalb bereits eine Umfrage unter den Delegierten durchgeführt. Die Antworten zeigen, dass Probleme mit der Sozialverischerung, Änderungen des konsularischen Netzes, die Wahrnehmung der politischen Rechte sowie Geschäftsbeziehungen mit Banken in der Schweiz, immer noch zu den brennendsten gehören. 

Hundert Jahre Auslandschweizer-Organisation

Die Auslandschweizer-Organisation (ASO) feiert 2016 ihr hundertjähriges Bestehen. Die offizielle Eröffnung der Feierlichkeiten findet in diesen Tagen in Brunnen, Kanton Schwyz, statt, wo der Auslandschweizerrat vom 15. Bis 17. April tagt.

Das oberste Organ der ASO ist der Auslandschweizerrat, das "Parlament der Fünften Schweiz". Er besteht aus 140 Mitgliedern, 120 Delegierten aus dem Ausland sowie 20 in der Schweiz ansässigen Mitgliedern. Der Rat tagt zweimal pro Jahr.

Der Auslandschweizer-Kongress wird vom 5. bis 8. August in Bern stattfinden, wo auf dem Bundesplatz zahlreiche Veranstaltungen geplant sind.

Infobox Ende


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