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Live blog

100 Jahre ASO

Vom 5. bis 7. August 2016 feiert die Auslandschweizer-Organisation ASO in Bern ihr 100-jähriges Bestehen, in Anwesenheit von Aussenminister Didier Burkhalter. Zudem trifft sich am 5. August der Auslandschweizerrat, und am 6. August findet der 94. Auslandschweizer-Kongress statt. swissinfo.ch ist live dabei.

SWI swissinfo.ch

05.08.2016 18:18

Hat die Fünfte Schweiz einen anderen Blickwinkel?

Am Ende der Tagung des Auslandschweizerrats entscheidet sich eine deutliche Mehrheit der Delegierten, an ihrer nächsten Tagung den Blickwinkel der Auslandschweizer auf die Schweiz zu thematisieren.

"Inland- und Auslandschweizer: eine Welt", ist das Hauptthema des Auslandschweizer-Kongresses 2017.  

Am nächsten Kongress soll konkret aufgezeigt werden, inwiefern sich die Sichtweise der Auslandschweizer von derjenigen der Inlandschweizer unterscheidet, wie die Inlandschweizer darauf reagieren und welcher konkrete Nutzen durch die besondere Sichtweise entsteht.

Der Blickwinkel zu wichtigen gesellschaftlichen Themen der Schweiz ist unterschiedlich.

Die Mitglieder der Fünften Schweiz, die in ihrem Alltag von einer anderen Kultur umgeben sind, sind es gewohnt, Ausländer in ihrem Wohnsitzland zu sein und (in den Medien oder aus ihrer Umgebung) bisweilen sehr unterschiedliche Standpunkte zu bedeutenden Entscheidungen zu hören, die in der Schweiz getroffen werden. Sie haben zwangsläufig ein anderes Verständnis der Schweiz und deren Themen.

Ein Beispiel: 455’000 Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer leben in einem Land der europäischen Union. Sie sind direkt vom Freizügigkeitsabkommen betroffen und sorgen sich logischerweise um die Zukunft der Beziehungen zwischen der Schweiz und der EU. 

05.08.2016 17:00

Wie gut repräsentiert der Rat die Auslandschweizer?

Der Auslandschweizerrat diskutiert über das Wahlverfahren der Delegierten. Bisher wird der Rat nicht von allen Auslandschweizern gewählt, sondern im Rahmen der Schweizer Organisationen im Ausland. Der Rat der Auslandschweizer – heute leben insgesamt rund 770'000 Schweizer im Ausland – wird heute von einigen wenigen Prozenten gewählt.

Das Wahlverfahren ist regelmässig Thema: weil dessen Repräsentativität immer wieder in Frage gestellt wird, weil die Jugend, insbesondere die Schweizerinnen und Schweizer der zweiten und dritten Generation kaum vertreten sind, aber auch weil das Verfahren den sich verändernden Verhältnissen in den Dachorganisationen der Auslandschweizer angepasst werden muss.

Wählbar sind Schweizer im Ausland, die verschiedene Voraussetzungen erfüllten, wie zum Beispiel den Besitz des Schweizer Bürgerrechts oder Kenntnisse der deutschen oder französischen Sprache oder die Kontaktpflege zu einer anerkannten Schweizer Gemeinschaft in ihrem Land.

Der ASO-Vorstand empfiehlt nun, dass alle Auslandschweizer, die im Stimmregister eingetragen sind, zu den Wahlen zuzulassen seien. Die Delegierten stimmen der Empfehlung mit deutlichem Mehr zu.

Die Sitzverteilung der Delegierten entspricht der Verteilung der Auslandschweizer rund um den Globus. Sie stützt sich auf die jüngsten verfügbaren Auslandschweizer-Statistiken ab und wird vor jeder Gesamterneuerungswahl, also alle vier Jahre, revidiert, was 2017 wieder der Fall sein wird.

Der Rat der organisierten Schweiz im Ausland

Zur Erinnerung: Der Auslandschweizerrat ist die Delegiertenversammlung der organisierten Schweiz. Er zählt 140 Mitglieder, nämlich 120 Delegierte aus dem Ausland und 20 Inlandmitglieder, welche die Funktion von Bindegliedern haben. Die meisten Inland-Delegierten sind Mitglieder der Eidgenössischen Räte oder Vertreter von Organisationen, die mit Auslandschweizern Berührungspunkte haben, sowie neuerdings auch Vertreterinnen und Vertreter der Jugend. Gewählt werden die Inland-Mitglieder auf Antrag des Vorstands durch den Auslandschweizerrat.

Zuständig für die Organisation der Wahlen der Auslandsmitglieder des Rats sind die Dachorganisationen der Schweizervereine eines Landes oder einer Ländergruppe. 

05.08.2016 15:20

Der Dank des Aussenministers

 (Keystone)
(Keystone)

"Junge Auslandschweizer: Unsere Welt braucht euch!" ruft Bundesrat Didier Burkhalter von der Redner-Tribüne aus den jungen Auslandschweizern auf dem Bundesplatz in Bern zu. Zu ihrem 100-Jahr-Jubiläum treffen sich hier Vertreter der Auslandschweizer aus allen Ecken der Welt.

"Wenige Tage nach dem Nationalfeiertag feiern wir heute die Schweiz und die Schweizer auf der ganzen Welt, sagt er.  Der Aussenminister dankt den Vertretern der Auslandschweizer Organisationen aus allen Ecken der Welt für deren Engagement in den letzten 100 Jahren. Seinen besonderen Dank richtet er an die Jugend unter den Auslandschweizern: "Sie sind für uns das wichtigste. You, young people, you are the most important persons. You are a great part of the future of our country. Sie geben der Schweiz im Ausland ein schönes, frisches und dynamisches Gesicht."

05.08.2016 14:40

Abenteuer-Camp für junge Auslandschweizer

05.08.2016 14:36

Die Fünfte Schweiz hat viele Gesichter #WeAreSwissAbroad

Zum 100-Jahr-Jubiläum der Auslandschweizer-Organisation ASO lancieren wir auf Instagram den Hashtag #WeAreSwissAbroad

Machen Sie mit und zeigen Sie der Welt und uns, wo und wie Schweizerinnen und Schweizer im Ausland leben.

Sind Sie eine Auslandschweizerin oder ein Auslandschweizer? 

Teilen Sie Ihre Bilder auf Instagram mit dem Hashtag #WeAreSwissAbroad

Wir reposten die interessantesten Bilder und sind stets auf der Suche nach interessanten Menschen und ihren Geschichten.

05.08.2016 13:54

5 Schweizerinnen und Schweizer, die in die Welt hinaus zogen

Tauchen Sie in unserem brandneuen Longform-Artikel in die Geschichten von fünf Schweizerinnen und Schweizern ein, die das Weite suchten und dabei (für sich) eine neue Welt entdeckten - mit und ohne Happy-End.

 (swissinfo.ch)
(swissinfo.ch)


05.08.2016 12:00

E-Voting auf dem Podium

Während die elektronische Stimmabgabe zum Beispiel im Kanton Genf schon nach der Jahrtausendwende ermöglicht wurde, ist diese in mehr als 20 Kantonen immer noch nicht Realität. Das Thema beschäftigt deshalb die Auslandschweizer seit Jahren. An der Tagung des Auslandschweizerrats sind Verantwortliche aus den Kantonen und der Bundeskanzlei zu einer Diskussionsrunde aufs Podium gestiegen, um sich den drängenden Fragen zu stellen.

Moderator Peter Schibli, Direktor von swissinfo.ch, erinnert zu Beginn der Diskussion daran, dass derzeit lediglich fünf Kantone die elektronische Stimmabgabe für Schweizer im Ausland anbieten, nämlich Basel, Bern, Genf, Luzern und Neuenburg.

Bis am 12.08.2015 hatten Bürgerinnen und Bürger aus 13 Kantonen die Möglichkeit, per Internet abzustimmen. Damit konnten mehr als 50% der Schweizerinnen und Schweizer im Ausland diesen Stimmabgabekanal benützen. Mit der Bekanntgabe der Aufhebung des Zürcher E-Voting-Konsortiums, dem neun Kantone angehörten, ist der Einsatz des E-Votings deutlich zurückgegangen.

Vor den letzten eidgenössischen Wahlen hatte der Bundesrat versprochen, bis 2015 die elektronische Stimmabgabe für eine Mehrheit der Auslandschweizerinnen und Schweizer anzubieten. Weshalb wurde das Versprechen immer noch nicht eingelöst? Die Frage geht an Bundeskanzler Walter Turnherr,

"Es gibt drei wesentliche Gründe: Erstens: Die technische Komplexität des E-Votings sei unterschätzt worden. Zweitens:Die Verifizierbarkeit sei eine grosse Herausforderung. Beim Bund gelte nach wie vor die Prämisse "Sicherheit geht vor".  Drittens: Das Recht der Auslandschweizer, sich an den Wahlen beteiligen zu können, sei durch die briefliche Stimmabgabe gewährleistet", fasst Turnherr zusammen.

"Heute gibt es zwei gute Produkte, Kantone können eines der Produkte wählen. Es dürfte mindestens bis 2019 oder 2020 dauern, bis eine Mehrheit elektronisch abstimmen könne. Sechs Kantone haben noch keine gesetzliche Grundlage, E-Voting einzuführen, erinnert der Bundeskanzler.

Weshalb klappt es nicht in vielen Kantonen, was in Genf schon lange funktioniert? Ist das Genfer-System weniger sicher?

"Ein 100%-sicheres System wird es nie geben, auch bei der brieflichen Stimmabgabe nicht. In Genf wird aber alles unternommen für die grösstmögliche Sicherheit", sagt Sacra Tomisawa-Schumacher, Staatskanzlei des Kantons Genf.

Heute machen Millionen Schweizer E-Banking von überall aus der Welt. Ist E-Voting so viel komplizierter? Oder ist die Stimmabgabe wichtiger als das Geld, fragt Moderator Peter Schibli.

"Die Sicherstellung der demokratischen Rechte ist selbstverständlich wichtiger", sagt Barbara Schüpbach-Guggenbühl, Präsidentin a.i. der Schweizerischen Staatsschreiberkonferenz

Die die Leute dürfen das Vertrauen in die Sicherheit der Abstimmung nicht verlieren. Das wäre das Schlimmste für die Demokratie.

Turnherr gibt zu bedenken, dass man eine Abstimmung oder Wahl im Falle einer Panne wiederholen müsste.

Für die ASO sei es ein Schock gewesen, als das E-Voting von 9 Kantonen kurz vor den Wahlen gestoppt worden sei, sagt ASO-Direktorin Ariane Rustichelli mit einem Appell an die Kantonsvertreterin auf dem Podium. Jeder einzelne Kantone jetzt gefordert, dass für die nächsten Wahlen, endlich alle Auslandschweizer Zugang hätten.

Liegt es am Geld?, fragt Schibli.

"Das Genfer Modell wurde seit den Anfängen vom Bund unterstützt. Für den Kanton entstehen trotzdem hohe Kosten. Für Genf ist das Ziel nicht, dass dieses unbedingt in anderen Kantonen angewendet werden, sondern dafür zu sorgen, dass es für die Bürgerinnen und Bürger des Kantons Genf weiterzuentwickeln. Heute werde der Zutritts-Code noch per Post zugeschickt", Sacra Tomisawa-Schumacher, Staatskanzlei des Kantons Genf

Braucht es einen Finanzausgleich auf dieser Ebene? Viele Kantone hätten ein rotes Budget. Für E-Voting bleibe wenig Geld übrig. "Das Thema, wie man wählt, ist nicht besonders sexy", sagt Schüübach-Guggenbühl. Es gehe jetzt darum, das Thema in die Regierungen zu bringen, mit dem Argument, dass es nicht nur die Ausland-, sondern auch die Inlandschweizer angehe.

Das Schlusswort hat ASO-Direktorin Rustichelli: Es brauche ein grosse politische Mobilisierung, sagt sie, weil es eine Frage des politischen Willens sei. Die Kantone müssten begreifen, dass die Auslandschweizer ein wichtiges Elektrorat seien und immer wichtiger würden.  i es ein Schock gewesen, als das E-Voting von 9 Kantonen kurz vor den Wahlen gestoppt worden sei, sagt ASO-Direktorin Ariane Rustichelli mit einem Appell an die Kantonsvertreterin auf dem Podium. Jeder einzelne Kantone jetzt gefordert, dass für die nächsten Wahlen, endlich alle Auslandschweizer Zugang hätten.

05.08.2016 11:00

Schweizer "zweiter Klasse"

Der Auslandschweizerrat nimmt eine Resolution mit dem Titel "Schweizer zweiter Klasse" des Delegierten John McGough an. Damit reagiert der Rat auf den Entscheid von "PostFinance", das Angebot von Kreditkarten für alle Auslandschweizer einzustellen.

Die Organe der ASO äusserten sich gegen die Resolution mit dem Argument, dass bereits über alle Kanäle, auch über die Politik, Druck auf die Finanzinstitute ausgeübt werde, damit diese auf die Bankbedürfnisse der Auslandschweizer eingingen.

Die Mehrheit der Delegierten, die sich einmal mehr verärgert zeigten darüber, dass sie von den Bankinstituten als Bürger "zweiter Klasse" behandelt würden, nahmen die Resolution mit deutlicher Mehrheit an.

Die Probleme der Auslandschweizer mit Schweizer Banken sind regelmässig Thema an den Auslandschweizer Tagungen. 

05.08.2016 10:49

Die Fünfte Schweiz hat viele Gesichter #WeAreSwissAbroad

Zum 100-Jahr-Jubiläum der Auslandschweizer-Organisation ASO lancieren wir auf Instagram den Hashtag #WeAreSwissAbroad

Machen Sie mit und zeigen Sie uns und der Welt, wo und wie Schweizerinnen und Schweizer im Ausland leben.

Anja Kühnis lebt in Finland und ist auch dort geboren. Beide Eltern wanderten wegen dem Job aus. Sie fühle sich zu rund 10% als Schweizerin. Seit zwei Jahren spielt sie "Schwyzerörgeli", weil ein Onkel ihr damals eines schenkte.


Marie-Laure Guiran ist Ärztin lebt in der Nähe von Paris. Ihre Mutter ist Schweizerin und ihr Vater ein Franzose. Ihre Eltern lernten sich in Frankreich kennen und wurden da auch sesshaft. Sie fühlt sich mehr als Schweizerin als als Französin.

Sind Sie Auslandschweizerin oder Auslandschweizer? Teilen Sie Ihre Bilder auf Instagram mit dem Hashtag #WeAreSwissAbroad. Wir reposten die interessantesten Bilder und sind stets auf der Suche nach interessanten Menschen und ihren Geschichten.

05.08.2016 10:30

"Schweizer Revue" zunehmend elektronisch

Die elektronische Form der Auslandschweizer Zeitschrift "Schweizer Revue" ist zum ersten Mal zahlreicher verteilt worden, als jene in Papierform. Letztere muss künftig aus Spargründen auf 32 Seiten pro Ausgabe reduziert werden. Die elektronische Version sei ein enormer Fortschritt, sagt Christian Zeugin. Der Deutschschweizer Journalist, der mehrere Jahre in den USA lebte, wird vom Auslandschweizerrat einstimmig bei einer Enthaltung zum Präsidenten des Redaktionskomitees der Schweizer Revue gewählt. Er folgt auf Richard Bauer, der das Amt sieben Jahre ausgeführt hat.

"In einer fünfköpfigen Familie könne jedes Mitglied die elektronische Revue in der gewünschten Landessprache erhalten. In Papierform erhalte sie diese bloss in einer Sprache", sagte Zeugin zu den Vorteilen der elektronischen Ausgabe.

2010 hatte eine Umfrage unter 2850 Befragten ergeben, dass 70% die Papierform bevorzugen. Zur Erinnerung: Die Schweizer Revue erscheint in deutscher, französischer, italienischer, englischer und spanischer Sprache. Sie wird gratis verschickt und informiert Auslandschweizer über die Entwicklung in der Schweiz.    

05.08.2016 10:00

Laurent Wehrli, neues Inland-Mitglied

Die Delegierten wählen Laurent Wehrli, Nationalrat der FDP und Stadtpräsident von Montreux, als neues Inland-Mitglied. Wehrli, der auch Mitglied der aussenpolitischen Kommission des Nationalrats ist, ersetzt die zurückgetretene Christa Markwalder.

Der Auslandschweizerrat zählt 140 Mitglieder, 120 sind Auslandschweizer, 20 Mitglieder leben im Inland. Es sind Bindeglieder aus dem Parlament, sowie Vertreter von Organisationen, die mit Auslandschweizern Berührungspunkte haben.

05.08.2016 09:45

Online-Schalter für Auslandschweizer

Jürg Burri, Direktor der Konsularischen Direktion im Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA erklärt den Delegierten der Auslandschweizer die kürzlich eingeführte elektronische Plattform für Auslandschweizer. Analog zur kommunalen Einwohnerkontrolle hat das EDA einen online-Schalter entwickeln lassen. Damit sind die Schweizer Vertretungen weltweit vernetzt und die Konsulargeschäfte können papierlos abgewickelt werden.

Die im Ausland wohnenden Schweizer Bürger können am Online-Schalter "eVera" konsularische Geschäfte schnell und rational abwickeln. Dies sind zum Beispiel Adressänderungen, Zivilstandsänderungen oder An- und Ab-meldungen in ihrem Konsularkreis. Gebühren können am Online-Schalter mittels einer Admin-pay-Funktion einbezahlt werden. Gerade in entlegenen Gebieten oder Ländern ohne Vertretung ist eine Internet-Lösung ein grosser Vorteil.

05.08.2016 09:15

Jubiläumstagung des Auslandschweizerrats ist eröffnet

 (Keystone)
(Keystone)

Präsident Remo Gysin eröffnet die Tagung des Auslandschweizerrats. Zum Jubiläumsanlass – die Auslandschweizer Organisation (ASO) feiert heuer ihr 100-jähriges Bestehen - tagt der Rat im Berner Bundeshaus.