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Die Verwandlung von Rio
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Artikel von

Olympische Sommerspiele 2016

Changing Rio

Michael von Graffenried

"Der Eckpfeiler des Olympia-Projekts war diese städtische Verwandlung, wie sie Rio de Janeiro seit Jahrzehnten nicht erlebt hat."

Christophe Vauthey, stellvertretender Generalkonsul der Schweiz

Rio de Janeiro im Jahr der olympischen Spiele: Eine Stadt im Umbruch. Ein Foto zeigt vorfabrizierte Betonelemente für die neuen Metrolinien. Es reicht nämlich nicht, nur Sportanlagen zu bauen. In der ganzen Stadt müssen neue Geleise für den öffentlichen Verkehr verlegt werden – unterirdisch und an der Erdoberfläche. Es geht nicht nur darum, die Besucher und Teilnehmer der Olympischen Spiele zu transportieren, sondern vor allem die Transportwege für die 12 Millionen Einwohner dieser Mega-City zu verkürzen.

Das heruntergekommene Hafenquartier wurde wiederbelebt und der Hafen selbst saniert, damit Rio zu einem kulturellen und wirtschaftlichen Zentrum wird. Die Stadt soll wieder mit der Kraft und Schönheit erstrahlen, für die sie vor 1969 berühmt war, als sie noch die Hauptstadt Brasiliens war. Mit der Politik der "Befriedung" der Favelas will Rio das Bild der "Cidade Partida" bekämpfen – der in Reiche und Arme geteilten Stadt.

Während langer Zeit war Rio das Symbol für soziale Ungerechtigkeit. Wird die brasilianische Metropole als grosse Gewinnerin aus den Olympischen Spielen hervorgehen und sich zu einer modernen und harmonischen Stadt wandeln? Oder werden wir uns bloss an ein grosses internationales Ereignis erinnern, ohne dass sich wirklich etwas geändert hat?

Der Fotograf Michael von Graffenried hat den Grossumbruch zum Anlass genommen, einen Blick auf die Mega-City zu werfen. Das Ergebnis ist faszinierend: Grosse Panorama-Fotografien von Rio de Janeiro aus verschiedenen Blickwinkeln zur Stunde null.

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 (www.mvgphoto.com)
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Usain Bolt, jamaikanischer Sprinter

"Ich denke, dass ich nichts Weiteres mehr tun kann, um zu beweisen, dass ich ein ausgezeichneter Athlet bin. Aber ich denke, wenn ich auf dem gleichen Niveau sein möchte wie Pelé, Ali und alle diese Jungs, muss ich meine Titel mindestens noch einmal verteidigen und etwas tun, das niemand zuvor getan hat. Das ist mein Vorsatz, und dies werde ich in Brasilien machen."

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Thomas Bach, Präsident des Internationalen Olympischen Komitees

"Die Olympischen Spiele geniessen in Brasilien einen grossen Rückhalt und wir warten darauf, mit der neuen Regierung zusammenzuarbeiten, um in Rio eine gelungene Olympiade hinzubekommen."


 (© Michael von Graffenried, www.mvgphoto.com)

Dilma Rousseff, suspendierte Präsidentin von Brasilien

"Ich wäre sehr traurig, weil wir meiner Meinung nach eine hervorragende Arbeit getan haben. Ich würde sehr gern an den Spielen teilnehmen, die auf die Beine zu stellen ich mitgeholfen habe, von dem Moment an, als wir diese Verantwortung auf uns genommen haben."

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 (© Michael von Graffenried, www.mvgphoto.com)
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Alvaro Dias, Senator der "Partido da Social Democracia Brasileira"

"Wenn es keinen Plan B gibt, ist das nicht unser Problem. Das Problem Brasiliens ist, Ressourcen und öffentliche Gelder zu sparen sowie Prioritäten zu setzen. Wir können uns den Luxus eines Festes nicht erlauben, zu dem das Volk nicht eingeladen ist."

 (www.mvgphoto.com)
 (© Michael von Graffenried, www.mvgphoto.com)
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The Guardian

"100 Tage vor den Olympischen Spielen kommt Rio de Janeiro auf die Zielgerade. Sie gleicht dabei allerdings mehr einer klassischen Bananenrepublik als einer aufsteigenden modernen Wirtschaft."

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Pau Gasol, Baskettballspieler der NBA und des spanischen Teams

"Ich gehe voraussichtlich im August nicht nach Rio de Janeiro, wegen des Zika-Virus."

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André Regli, Schweizer Botschafter in Brasilien

"Die olympischen Spiele werden für das brasilianische Volk in diesen wirtschaftlich schwierigen Zeiten ein Befreiungsschlag sein."

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Luiz Inácio Lula da Silva, ehemaliger Präsident Brasiliens

"Unsere Zeit ist gekommen. Sie ist gekommen! Unter den zehn wichtigsten Wirtschaften der Welt ist Brasilien das einzige Land, das bisher weder die Olympischen noch die Paralympischen Spiele empfangen hat."

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Edouardo Paes, Bürgermeister von Rio de Janeiro

"Die Olympischen Spiele waren für uns immer eine Möglichkeit, unsere Stadt zu entwickeln."

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Christophe Vauthey, stellvertretender Generalkonsul der Schweiz

"Der Eckpfeiler des Olympia-Projekts war diese städtische Verwandlung, wie sie Rio de Janeiro seit Jahrzehnten nicht erlebt hat."

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John Coates, Vize-Präsident des Internationalen Olympischen Komitees

"Das ist die schlechteste Vorbereitung, die ich je gesehen habe. Wir sind sehr besorgt. Sie sind in vielen Bereichen noch nicht bereit. In Athen mussten wir uns an eine Regierung und einige wenige Vertreter der Gemeinden wenden. In Rio gibt es drei Regierungskreise."


 (© Michael von Graffenried, www.mvgphoto.com)

Fotograf

Michael von Graffenried, www.mvgphoto.com

Produktion

Thomas Kern
Felipe Schärer Diem