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Mobilität im Corona-Lockdown Bleibt die Schweiz während des Lockdowns zu Hause?

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Am Hauptbahnhof Zürich herrscht normalerweise dichtes Gedränge. Jetzt werden Öffentliche Verkehrsmittel gemieden.

(© Keystone / Christian Beutler)

Seit dem 16. März befindet sich die Schweiz im Lockdown. Bald werden die Massnahmen langsam gelockert. Zeit, um zurück zu blicken: Die folgenden sechs Grafiken zeigen, wie der Lockdown die Mobilität der Schweizerinnen und Schweizer einschränkt.

Die Massnahmen zur Eindämmung der Verbreitung des Corona-Virus bringen für die Bevölkerung einige Einschränkungen mit sich. Seit dem 16. März sind abgesehen von Lebensmittelläden und Apotheken alle Geschäfte geschlossen. Ebenfalls zu sind Restaurants und Bars, Schulen und Freizeitbetriebe wie Kinos oder Museen.

Bewegungsradius wird kleiner

Der Bundesrat fordert die Bevölkerung dazu auf, zu Hause zu bleiben. Ein Ausgangsverbot wie in einigen anderen Ländern besteht jedoch nicht: Der Bund vertraut auf die Eigenverantwortung und Solidarität der Bürgerinnen und Bürger. Ist das Vertrauen gerechtfertigt? Bleiben die Leute in ihren Wohnungen?

Im Auftrag der ETH Zürich und dem statistischen Amt des Kantons Zürich erfasst die Firma Intervista das Mobilitätsverhalten der Schweizer Bevölkerung mit Daten von Mobiltelefonen. Die folgende Grafik zeigt, wie sich die Durchschnittliche Tagesdistanz für verschiedene Altersgruppen in den letzten Wochen verändert hat.

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Wie man deutlich sehen kann, hat der Bewegungsradius für alle Altersgruppen seit dem Lockdown klar abgenommen. Sogar am Osterwochenende vom 10. bis 13. April, sonst beliebt, um Ausflüge zu unternehmen oder Verwandte zu besuchen, bewegte sich die Bevölkerung nicht weit. Die Einwohnerinnen und Einwohner der Schweiz scheinen demzufolge den Aufforderungen des Bundesrats grösstenteils Folge zu leisten.

Bevölkerung meidet öffentliche Verkehrsmittel

Der Tech-Gigant Apple veröffentlicht seit kurzer Zeit, wie häufig auf Iphones nach Routen gesucht wird. Diese Daten lassen Rückschlüsse darauf zu, welche Verkehrsmittel wie stark benutzt werden. In der Schweiz sind über 40 Prozent der Smartphones Apple-Produkte.

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Die Suchanfrage ging für alle Verkehrsmittel mit dem Lockdown stark zurück. Besonders auffällig ist der Rückgang im Öffentlichen Verkehr. Das dürfte auch damit zusammenhängen, dass der Fahrplan des Öffentlichen Verkehrs während des Lockdowns auf ein Grundangebot reduziert wurde.

Die Fahrplanreduktion und die geringe Anzahl an Passagieren führen zu einem erfreulichen Nebeneffekt: Die Züge haben nun deutlich weniger Verspätungen.

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Die Flugbranche ist von den Auswirkungen der Corona-Krise direkt und stark betroffen. An Ferien in fernen Ländern denken momentan die wenigsten, zudem herrschen vielerorts erschwerte Einreisebedingungen. Das zeigt sich auch am Flughafen Zürich. Die Anzahl Flüge ist über die vergangenen Wochen drastisch eingebrochen.

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Das schöne Wetter lockt nach draussen

Die Schweiz erlebt gerade einen traumhaften Frühling. Die Sonne scheint, die Temperaturen sind äusserst mild und die Natur blüht früher als sonst. Diese schöne Zeit eingepfercht in den eigenen vier Wänden zu verbringen, ist nicht gerade verlockend, zumal es ja ausdrücklich erlaubt ist, nach draussen zu gehen.

Die Daten aus dem Google Mobility Report zeigen, wie viele Personen sich im Vergleich zum Normalzustand an verschiedenen Orten aufhalten.

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Während die meisten Orte deutlich weniger häufig besucht werden als sonst, steigt die Besucherkurve in öffentlichen Parks an. Obwohl sich die Menschen nicht weit von zu Hause wegbewegen, die Sonne geniessen wollen sie trotzdem.

Verkehr verlagert sich in das Internet

Gleichzeitig mit dem abnehmenden Verkehr auf den Strassen und Schienen der Schweiz nimmt der Internetverkehr zu. Viele Betriebe haben auf Homeoffice umgestellt, Schulunterricht findet online statt und Freunde trifft man per Video-Chat. So erlaubt das Internet trotzdem eine Art von Mobilität.

Überlastet ist das Netzt jedoch nicht. Die Mehrbelastung ist zwar sichtbar, doch den Peak von Weihnachten und Neujahr werde nicht erreicht, wie Christian Wittenhorst, CEO von SwissIX im Tagesanzeigerexterner Link erklärt.

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