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Mittwoch, 13. April Demokratie und die Würde des Menschen

Referat von Kurt Wyss, Soziologe, Zürich:

(zVg)

Für Kurt Wyss ist eine Grundbedingung der Demokratie die Würde des Menschen. Diese braucht Schutz und muss geachtet werden, damit ein demokratisches System funktionieren kann. Eine funktionierende Demokratie beinhaltet somit autonome Denker. Der Neoliberalismus hat jedoch die autonome Vernunft blockiert und folglich die Demokratie eingeschränkt. Die Einschränkung entsteht dadurch, dass jegliche Aspekte des Lebens dem Kapital unterworfen werden. Ob es die Substanz der Demokratie (die Würde des Menschen, verkörpert durch ein autonomes Denken) in einer uneingeschränkten Form je gegeben hat, stellt der Soziologe in Frage.

Trotzdem sieht er seit einigen Jahren eine neue, zusätzliche Erosion in der Würde des Menschen. Wie dieser Rückgang der Substanz der Demokratie verlangsamt oder hoffentlich gestoppt werden kann, ist schwierig zu sagen und eine Goliath-Aufgabe. Die Hoffnung ist aber nicht ganz verloren, denn jeder Einzelne von uns kann dazu beitragen, sich zu einem autonomen Vernunftwesen zu entwickeln und so die Würde des Menschen retten.

Fabienne Anliker, #DearDemocracy

Video Wyss

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Fabienne Anliker, eine der Organisatorinnen, befragt Kurt Wyss

Das meinten drei der 66 Teilnehmenden zu den Thesen von Kurt Wyss

(zVg)

Lukas Junker (26, links im Bild): Studiert Soziologie und Umweltwissenschaften an der Universität Freiburg

"Der Vortrag von Kurt Wyss waren meine besten 60 Minuten an der Universität! Er ist ein richtiger Professor, kein ECTS-Sammler."

Gregor Genrich (23, rechts im Bild): Studiert Psychologie an der Universität Freiburg

"Kurt Wyss hat mir bewusst gemacht, dass ich an der Universität eigentlich am falschen Ort bin. Hier lernt man nicht, autonom zu denken. Kurt Wyss ist eine einfühlsame, kreative und tiefgründige Person."

(zVg)

Beda Engel (22): Studiert Geschichte an der Universität Freiburg

"Der SVP (von Herr Wyss auch schlicht die reaktionären Kräfte genannt) die Kompetenz, Würde zu erkennen, abzusprechen und sie in eine Linie mit den Faschisten des letzten Jahrhunderts zu setzen, finde ich äusserst problematisch."

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