Samstag 21.11.2009
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ESC/Novartis/Fluvastatin verringert postoperatives Herzrisiko

 

MÜNCHEN (AWP International) - Zum cholesterinsenkende Wirkstoff Fluvastatin (Lescol) des Pharmakonzerns Novartis werden auf dem Kardiologiekongress ESC 2008 in München die Ergebnisse zweier Studien präsentiert. Die eine Studie untersucht die Wirksamkeit des Betablockers Bisoprovol von Ratiopharm, von Fluvastatin und einer Kombination der beiden Wirkstoffe. Die andere Studie vergleicht die Wirksamkeit und Sicherheit von Rosuvastatin, der Standardtherapie von Crestor, und Fluvastatin.

Gemäss den Ergebnissen der randomisierten, placebo-kontrillierten DECREASE-III-Studie (Abstract Nr. P3687) mit 1'062 Patienten verringert Fluvastatin deutlich das Risiko, dass es nach Operationen an Blutgefässen zu Herzkomplikationen kommt. Das ist das Ergebnis der Studie, die am Montag vorgestellt wurde. Entscheidend sei dabei nicht der cholesterinsenkende, sondern der entzündungshemmende Effekt des Statins, sagte Don Poldermans vom niederländischen Erasmus Medical Center.

Probleme mit der Blutversorgung des Herzens, der erste Endpunkt der Studie, traten bei 10,9% der Patienten auf, die das Statin erhielten - in der Placebogruppe waren es dagegen 18,9%. Ebenso deutlich war das Ergebnis des zweiten Endpunkts: Tödliche und nichttödliche Herzinfarkte erlitten 10,1% der Placebopatienten, aber nur 4,8% der mit "Fluvastatin" behandelten Menschen. Nebenwirkungen traten dabei in beiden Gruppen gleich häufig auf.

In einer zweiten Studie wurde die Wirksamkeit und Sicherheit von niedrig dosiertem Rosuvastatin und hoch dosiertem Fluvastatin bei 211 Patienten verglichen, die eine koronare Bypass-Operation (CABG) oder eine perkutane koronare Intervention (PCI) mit einem Metall-Stent hinter sich hatten. Gemäss den Ergebnissen der sechsmonatigen, randomisierten, "open-label"-Studie (Abstract Nr. P1407) habe sich Rosuvastatin in einer niedrigen Dosierung als viel wirksamer erwiesen und die TC- und LDL-Leven viel deutlicher gesenkt. Bezüglich HDL- und TG-Level seien beide Statine gleich wirksam gewesen. Zudem hätten beide Wirkstoffe ein gutes Sicherheitsprofil gehabt.

Lescol ist als Cholesterin-Senker in über 90 Ländern zugelassen. 2007 erzielte Novartis mit dem Medikament einen Umsatz von 665 Mio USD (-12% in Lokalwährungen); im ersten Halbjahr 2008 beliefen sich die Verkäufe auf 337 Mio USD (-10%).

Herzkomplikationen können auch im zeitlichen Umfeld von chirurigischen Eingriffen auftreten, die eigentlich nichts mit dem Herzen zu tun haben. So sterben in Europa von etwa 40 Mio Menschen, die sich jährlich einem solchen Eingriff unterziehen, rund 133'000 an Herzproblemen. Diese Probleme werden vor allem nach Operationen an Blutgefässen beobachtet.

DJG/rib/brb/tr/cf

 

AWP

 

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