Samstag 21.11.2009
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Roche: Therapie-Erfolg mit Pegasys bei Hepatitis B erstmals vorhersagbar (AF)

 

(Meldung um Details zu Studien und Aussagen von Pharma-CEO erweitert)

Basel (AWP) - Die Roche Holding AG hat mit Studien für Pegasys gegen Hepatitis B einen Erfolg erzielt. Zum ersten Mal würden Ärzte vorhersagen können, welche Patienten mit Hepatitis B die höchsten Erfolgschancen bei der Behandlung mit Pegasys (Peginterferon alfa-2a) hätten, teilt der Pharmakonzern am Montag mit. Dabei biete die immunstimulierende Wirkung des Medikamentes den Patienten die Aussicht auf klinische Heilung.

Die neuen Daten seinen "ein wichtiger Fortschritt, da einige Patienten nun während ihrer Behandlung mit Pegasys zuversichtlich sein können, dass sie gute Erfolgsaussichten haben, die Krankheit zu besiegen", heisst es weiter.

"Im Gegensatz zu antiviralen Tabletten gegen Hepatitis B, die nur die Anzahl der Virenkopien verringern, stärkt Pegasys auch das körpereigene Immunsystem und regt es zur Bekämpfung der Krankheit an", wird Pharma-CEO William M. Burns in der Mitteilung zitiert. Daher steige die Anzahl von Pegasys-Patienten, die eine klinische Heilung erreichen würden, welche auch noch Jahre nach Behandlungsende nachgewiesen werden könne. "Dies spricht für die Anwendung von Pegasys als Erstlinientherapie bei Hepatitis B", so Burns.

Die Ergebnisse aus mehreren Studien wurden an der 19. Tagung der Asia-Pacific Association of the Study of Liver (APASL) vom 13. - 16.02.2009 in Hongkong vorgestellt. Sie messen den Abfall der Konzentrationen eines Virusproteins namens Surface- oder "s"-Antigen (Oberflächenantigen), der Aufschluss über die Wahrscheinlichkeit eines Behandlungserfolgs bei den mit Pegasys behandelten Patienten gibt.

Die Beseitigung des s-Antigens, die als klinische Heilung gelte sei mit einer deutlich geringeren Wahrscheinlichkeit für die Entwicklung von Leberkrebs und Leberzirrhose sowie einer erhöhten Lebenserwartung verbunden, so Roche.

Eine weitere Studie untersuchte den Therapie-Erfolg von Pegasys bei e-positiven und e-negativen Hepatitis-B-Erkrankungen. Bei e-positiven-Erkrankungen habe die Behandlung nach 24 Wochen bei 50% der Patienten "eine starke Abnahme" der "s"-Antigenwerte gezeigt und bei 20% nach sechs Monaten Therapie eine klinische Heilung.

Bei "e"-negativen Patienten habe die Erfolgsrate fünf Jahre nach der Behandlung 12,2% betragen, verglichen mit 3,5% bei einer Therapie mit Lamivudin, das unter den Handelsnamen Epivir und Zeffix von GlaxoSmithKline vermarktet wird.

Die Fähigkeit eines begrenzten 48-wöchigen Behandlungszyklus mit Pegasys, bei einigen Patienten ein Langzeitansprechen mit zunehmenden "s"-Antigen-Eliminationsraten zu bewirken, mache die Therapie zu einer "kostengünstigen Option, verglichen mit oralen antiviralen Medikamenten, die möglicherweise lebenslang eingenommen werden müssen", so die Mitteilung weiter.

Weltweit seien über 350 Mio Menschen von chronischer Hepatitis B betroffen. Die Erkrankung ist eine Hauptursache für chronische Lebererkrankung, Leberzirrhose und primären Leberkrebs. Rund eine Million Erkrankte würden jährlich an chronischer Hepatitis B sterben. Damit sei Hepatitis B die zehnthäufigste Todesursache.

Pegasys ist zur Therapie von Hepatitis B in mehr als 60 Ländern zugelassen. 2008 erzielte der Pharmakonzern mit dem Medikament einen Umsatz von 1,6 Mrd CHF (+6% in Lokalwährungen).

rt/cf

 

AWP

 

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