Sammelklage in Italien wegen Schweinegrippe-Impfstoff
Rom - Der italienische Konsumentenschutzverband Codacons hat eine Sammelklage gegen das Gesundheits- und Wirtschaftsministeriums eingeleitet. Der Grund ist die grosse Menge von unverkauftem Schweinegrippe-Impfstoff.
Der Konsumentenschutzverband forderte die sofortige Auflösung der mit Pharmagesellschaften abgeschlossenen Verträge zur Lieferung des Serums an Italien.
Den Italienern solle das Geld zurückerstattet werden, welches das Gesundheitsministerium für den Erwerb von 24 Millionen Dosen des Impfstoffs ausgegeben habe, da die Nachfrage deutlich unter den Erwartungen liege, so der Verband.
Lediglich 875'000 Personen liessen sich in Italien impfen. Codacons verlangt die Rückerstattung von 186 Millionen Euro, die Summe, die für nicht verkaufte Dosen ausgegeben wurden. Der Verband fordert hinzu eine "symbolische" Entschädigung von 50 Euro für jeden Italiener für einen Gesamtwert von 9,3 Milliarden Euro.
sda-ats
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