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Horror am Nationalfeiertag


Schweizer Bundespräsident verurteilt Attentat in Nizza


Den Helfern auf der Promenade des Anglais bot sich ein Bild des Grauens. (AFP)

Den Helfern auf der Promenade des Anglais bot sich ein Bild des Grauens.

(AFP)

Johann Schneider-Ammann verurteilt das Attentat von Nizza in Südfrankreich aufs Schärfste. Ein Mann war mit einem Lastwagen in eine Menschenmenge gerast, die sich dort zum Feuerwerk des Nationalfeiertags 14. Juli versammelt hatte. Mehr als 80 Menschen wurden dabei getötet, darunter auch eine Frau und ein Kind aus der Schweiz.

In einem Tweet nannte Johann Schneider-Ammann das Attentat "feige". "Wir sind mit ganzem Herzen bei Frankreich und seiner Bevölkerung", schrieb er weiter.

Gegen 23 Uhr am Donnerstagabend ist ein Mann mit einem Lastwagen in eine feiernde Menschenmenge auf der Flaniermeile Promenade des Anglais gerast. Laut Augenzeugen soll er zudem mit einer Pistole aus dem Fenster in die Menge geschossen haben.

Mindestens 84 Menschen starben, darunter auch Kinder. Zudem gibt es 18 Schwerverletzte. Nach bisherigen Erkenntnissen sind dabei auch zwei Schweizer Staatsangehörige ums Leben gekommen. Es handelt sich um eine 54-jährige Frau und ein Kind, wie die Bundeskanzlei am Freitagnachmittag mitteilte. Es sei nicht ausgeschlossen, dass noch weitere Schweizer Opfer hinzukämen, heisst es in der Mitteilung.

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Der Attentäter kam zwei Kilometer weit, bis ihn die Polizei mit einem tödlichen Schuss stoppen konnte. In dem laut Medienberichten gemieteten, 19 Tonnen schweren Lastwagen wurden eine funktionsunfähige Granate, Feuerwaffen-Attrappen und Ausweispapiere gefunden.

Demnach soll der Mann ein 31-jähriger Franko-Tunesier aus Nizza gewesen sein. Er sei als Kleinkrimineller vorbestraft gewesen, aber bis Donnerstag nicht mit Extremismus in Verbindung gebracht worden, hiess es.

 (swissinfo.ch)
(swissinfo.ch)

Frankreichs Staatschef François Hollande sprach noch in der Nacht von einem "terroristischen" Hintergrund der Tat, zu der sich noch niemand bekannt hat. Erst am Nachmittag des 14. Juli hatte Hollande angekündigt, dass der nach den Anschlägen vom 13. November verhängte Ausnahmezustand am 26. Juli aufgehoben werden solle. Nach dem Attentat in Nizza verlängerte er diesen um drei Monate.

Perspektive für die Jugend

Schneider-Ammann, der gegenwärtig am Asien-Europa-Gipfel in der mongolischen Hauptstadt Ulan Bartor weilt, sagte am Rande des Gipfels, die Schweizer Bevölkerung und der Bundesrat fühlten mit den Angehörigen der Opfer.

"Wir müssen jede Form des Terrorismus bekämpfen", betonte er. Allerdings gebe es dafür kein Rezept, "sonst hätten wir längst gehandelt". Schneider-Ammann unterstrich aber die Notwendigkeit, der Jugend eine Perspektive zu geben, damit sie nicht von der Gesellschaft ausgeschlossen werde.

Das Bundesamt für Polizei (Fedpol) schrieb, man habe gemeinsam mit den Partnern bei Bund und Kantonen die Taskforce aktiviert, um einen möglichen Bezug zur Schweiz zu prüfen.

Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) erklärte, die Schweizer Vertretung vor Ort stehe in Kontakt mit den lokalen Behörden. Derzeit seien Abklärungen im Gang zur Frage, ob sich weitere Schweizer unter den Opfern befinden, hiess es weiter. Das Departement verweist für nähere Informationen auf seine Helpline.

Aussenminister Didier Burkhalter rief dazu auf, für die gemeinsamen Werte zusammenzustehen. Er beklagte die "konstante Welle von Attentaten" in Europa. Gegenüber dem Westschweizer Fernsehen RTS bezeugte Burkhalter seine "grosse Freundschaft" für das Nachbarland Frankreich in diesen schwierigen Stunden.

swissinfo.ch und Agenturen



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