Abstimmung 13. Februar 2011
Die Initiative "Für den Schutz vor Waffengewalt" forderte, dass Armeewaffen in Zukunft im Zeughaus gelagert werden müssen und nicht mehr zu Hause. Sie wurde mit 56,3% Neinstimmen klar abgelehnt.
Auslöser war die Revision des Waffengesetzes. Die vom Parlament im Jahr 2007 beschlossene Vorlage ging der Linken zu wenig weit. In den Augen der Gegner schoss die Initiative übers Ziel hinaus.

Deutliche Abfuhr für Waffenschutz-Initiative
Das Schweizer Stimmvolk schickt die Waffenschutz-Initiative deutlich bachab. Mit 56,3% Neinstimmen erteilt es der Initiative eine klare Absage. Diese wollte den Zugang zu Schusswaffen erschweren. Die Reaktionen fallen gemischt aus.

Klarer Sieg für die konservative, ländliche Schweiz
Mit dem Nein zur Waffenschutz-Initiative haben sich die ländlichen Regionen der deutschen Schweiz gegen die Romandie und die Städte durchgesetzt. Es ist auch Ausdruck von weiterhin stark verwurzelten Traditionen.

Schweizer Presse: Symbolisches Nein an der Urne
Die Schweizer Presse kommentiert die Absage des Stimmvolks an die Waffenschutz-Initiative als Sieg der ländlichen Schweiz und als symbolisches Nein, das der Linken im Wahljahr zu denken geben müsse. Trotzdem habe die Initiative einiges erreicht.

Kernkraft dominiert kantonale Abstimmungen
In den Kantonen Bern und Nidwalden wurde über richtungsweisende Vorlagen für die Kernkraft abgestimmt. Das Nidwaldner Stimmvolk lehnt ein Lager für radioaktive Abfälle ab. Die Stimmenden im Kanton Bern sprechen sich knapp für ein neues Kernkraftwerk aus.
Hintergrund

Weniger Waffen für eine sicherere Schweiz?
Die Schweiz ist eines der Länder, deren Bevölkerung weltweit am besten bewaffnet ist. Durch mehrere tragische Zwischenfälle wird dieses Waffenarsenal jedoch zusehends in Frage gestellt. Am 13. Februar stimmt das Volk über die Initiative zum Schutz vor Waffengewalt ab.

Tief verwurzelte Meinungen in der Waffendebatte
Die Abstimmung über ein Aufbewahrungs-Verbot für Armeewaffen zu Hause lässt die Emotionen internationaler swissinfo-Leser hochgehen. Das zeigen ihre Kommentare. Die Initiative "Für den Schutz vor Waffengewalt" kommt am 13. Februar vors Volk.

Umfrage Waffenschutz-Initiative: Gegner holen auf
Die Initiative "für den Schutz vor Waffengewalt" spaltet und mobilisiert das Schweizer Stimmvolk. Gut eine Woche vor der Abstimmung schwindet der Vorsprung der Befürworter. Der Ausgang bleibt aber offen. Die Kluft zwischen den Geschlechtern bleibt bestehen.

Die Schweiz, ihre Schokolade, Berge… und Waffen
Am 13. Februar stimmen die Schweizerinnen und Schweizer über die Initiative "Für den Schutz vor Waffengewalt" ab, deren Ziel ein erschwerter Zugang zu Waffen ist. Tatsächlich gehören Gewehre zum helvetischen Alltagsbild – wie ein Rundgang zeigt.

"Waffenkenntnis führt zu Respekt"
Fleiss, Professionalität und Leidenschaft brachten Nicola Berta dazu, ein Waffengeschäft zu eröffnen. Nun sieht er sein Lebenswerk durch die Waffeninitiative bedroht. Seiner Meinung nach schafft die Initiative mehr Probleme als sie löst.

Ärzte: Weniger Schusswaffen – weniger Suizide
Die Schweizer Ärzte erachten es als ihre Pflicht, sich an vorderster Front für die Volksinitiative "Für den Schutz vor Waffengewalt" einzusetzen. Für sie ist jedes verlorene Menschenleben eines zu viel. Am 13. Februar kommt das Begehren an die Urnen.

Waffenschutz-Initiative entfacht alte Diskussionen
Am Donnerstag wird die Initiative "Schutz vor Waffengewalt" im Nationalrat behandelt. Die Initianten fordern unter anderem, dass Ordonnanzwaffen nicht mehr zu Hause aufbewahrt werden. Die Armee setzt bereits heute Massnahmen zur Risikoverminderung um.

Trauriger Rekord: Suizid mit Schusswaffen
Die Schweiz hält einen traurigen europäischen Rekord: In keinem anderen Land werden so viele Suizide durch Schusswaffen begangen wie in der Schweiz. Auffällig ist, dass auch die Zahl bewaffneter Haushalte überdurchschnittlich hoch ist.
Kantonale Vorlagen

Mühlebergs Arrangement mit dem AKW
Das 40-jährige Atomkraftwerk Mühleberg soll durch ein neues ersetzt werden. Die Gemeinde Mühleberg scheint sich mit dem Werk arrangiert zu haben. Doch es gibt auch kritische Stimmen. Dennoch will sich niemand so richtig exponieren. Ein Besuch vor Ort.

Atomkraft: Auslaufmodell oder Notwendigkeit?
Am 13. Februar stimmt der Kanton Bern darüber ab, ob nach 2020 in Mühleberg ein neues Atomkraftwerk gebaut werden soll. Der Urnengang gilt als Stimmungstest für eine nationale AKW-Abstimmung und dürfte sich auf die Standortfrage für neue Kernkraftwerke auswirken.

Resultate der Abstimmung vom 13. Februar 2011
Tatmittel Schusswaffe
Bei 23 Prozent der Tötungsdelikte war die Tatwaffe 2009 eine Schusswaffe.
Bei schweren Körper-Verletzungen betrug der Anteil 2 Prozent, bei Raub 12 Prozent.


