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Rad: Montgomery erlitt Schädelbruch

Gute Besserung! Nach einem Massensturz musste Sven Montgomery die Tour de France verletzt aufgeben.

(Keystone)

Grosses Pech für den bestklassierten Schweizer Radprofi Sven Montgomery in der 16. Etappe der Tour de France von Castelsarrasin nach Sarran. Der Berner Oberländer prallte bei einem Massensturz 40 km vor dem Ziel offensichtlich gegen eine Leitplanke und musste mit schweren Gesichts-Verletzungen ins Spital von Tulle gebracht werden.

Nach der medizinischen Versorgung am Strassenrand, wo dem blutüberströmten Montgomery sicherheitshalber eine Halsmanschette verpasst wurde, brachte die Ambulanz das Sturzopfer zunächst ins Spital von Tulle.

Die ersten ärztlichen Bulletins berichteten von einer Platzwunde an der Stirn, erst nach dem Röntgen stand die niederschmetternde Diagnose fest: Schädelbruch und Transport per Helikopter ins medizinisch besser eingerichtete Spital von Limoges. Weiter wurden Frakturen im Gesicht festgestellt. Gegen die Schmerzen wurde Montgomery Morphium verabreicht.

Kein Helm getragen

Daniel Schnider hatte seinem Teamgefährten kurz vor dem Drama noch einen Bidon gegeben: "Drei Sekunden später krachte es etwas weiter vorne im Feld", berichtete Schnider. "Wir fuhren mit Tempo 80, und ich musste selber aufpassen, dass ich nicht zu Fall kam".

Laut Marc Madiot, dem Sportlichen Leiter Montgomerys, hatte sein Schützling wegen der Hitze keinen Helm getragen. Schon vor einem Jahr hatte Montgomery die Tour de France nach den Pyrenäen aufgeben müssen, allerdings wegen einer schweren Erkältung.

Montgomery war als 17. des Gesamtklassements der klar beste Schweizer. Der 25-jährige Berner trumpfte in seiner zweiten Tour de France vor allem in der letzten Pyrenäen-Etappe gross auf, als er den legendären Tourmalet-Pass als Erster passierte.


Keine Änderung: Armstrong vor Ullrich

Nach dem siebenten Teilstück hatte Jens Voigt während 48 Stunden das Maillot jaune getragen. Nun korrigierte der Deutsche das Manko, dass er noch nie eine Etappe der Tour gewonnen hatte.

Nach zwei frühen Angriffen und der Einholung gehörte Voigt jenem Septett an, das sich nach 61 km formierte und das am Schluss beinahe eine halbe Stunde Vorsprung aufwies. 25 km vor Schluss setzten sich Voigt und Bradley McGee (Au) ab.

Voigt bekundete keine Schwierigkeiten, seinen einzigen Gegner auf der Zielgeraden klar hinter sich zu lassen. McGee war entkräftet und musste nach der Ankunft zum Mannschaftswagen geführt werden.

An der Spitze der Gesamtwertung gab es nach dieser Überführungsetappe keine Änderung. Es führt Weiterhin Lance Armstrong (USA) mit 5:05 Minuten Vorsprung auf Jan Ullrich (De).

swissinfo und Daniel Good, sda

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