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Rhythmus und Ambiance an der Genfer Riviera

Auf dem Festival-Plakat eilt ein roter Kontrabass nach Montreux. Tausende von Jazz-Fans tun es ihm nach und pilgern an den Genfersee, wo ab Freitag Altbewährtes und Neues geboten wird.

Rock und Reggae sind ebenso vertreten wie Jazz, Brazil, Hip-Hop und elektronische Klänge.

Unter den Highlights sind Radiohead, Jethro Tull, Herbert Grönemeyer, Joe Jackson, the Pretenders, Tricky, Cassandra Wilson und Goldfrapp.

Auf seinen drei Bühnen bietet Montreux wie immer für jeden Geschmack etwas. Auch innerhalb der einzelnen Musiksparten werden unterschiedliche Vorlieben bedient.

Urgestein und Publikumsmagnete

Den Eröffnungsabend bestreitet mit Jethro Tull eine Band aus der Urzeit der Rockmusik. Mehr Rock aus den 70er Jahren steht mit 'Yes' und ihren bombastischen Arrangements auf dem Programm, während King Crimson mit experimentellen Klängen aus dieser Epoche aufwartet.

Als Attraktion der ersten Woche gilt der deutsche Hitparaden-Stürmer Herbert Grönemeyer, der im familiären Rahmen von Montreux besonders jene Fans beglücken dürfte, die ihn jüngst im Hallenstadion nur aus der Ferne gesehen haben.

Nach dem traditionellen Brazil-Wochenende, das ebenfalls ein breites Publikum anspricht, sind auch Simply Red, Jamiroquai und ZZ Top angesagt. Daneben bietet Montreux auch vieles für Freunde neuerer Musikrichtungen.

Experimente und Hip-Hop



In der Miles Davis Halle sind die Performance-Künstlerin Laurie Anderson und Joe Jackson zu hören. Dieser kommt mit der Urbesetzung seiner Band nach Montreux.

Spannend verspricht auch der Abend mit King Crimson zu werden, die sich seit ihrem bekannten Album von 1969 zahlreichen Sound-Projekten widmeten.

Gut vertreten ist neben elektronischer Musik heuer der Hip-Hop. Zwar wurde das Konzert von GangStarr abgesagt, doch dürften die Fans mit Gruppen wie Cypress Hill, the Streets und The Roots auch so auf die Rechnung kommen.

Hunderte von Gratiskonzerten

Neben den über 50 Konzerten im Hauptprogramm bietet das Festival Montreux auch dieses Jahr hunderte von Gratiskonzerten. Von Jazz über Rock zu Reggae und Brazil ist alles zu finden.

Während 17 Tagen wird Montreux zu einer rund um die Uhr pulsierenden Stadt, dank einem Festivalbudget von 15 Mio. Franken, 1200 Mitarbeitenden und 2000 Musikern.

Doch hat auch das Jazzfestival mit finanziellen Problemen zu kämpfen: Im vergangenen Jahr erlitt es ein Defizit von 750'000 Franken – trotz über 80'000 verkauften Tickets und einer Viertelmillion potenziell konsumierenden Besuchern.

Generalsekretär Mathieu Jaton erklärt dies mit höheren Kosten für die Infrastruktur. Ausserdem leide ein Festival dieser Grösse an einer gewissen Trägheit.

Für dieses Jahr gibt er sich jedoch zuversichtlich: erstmals seien zum Beispiel die budgetierten Einnahmen für die grosse Bühne, das Auditorium Stravinski, vor Beginn des Festivals erreicht. Insgesamt verzeichne das Festival 15 Prozent mehr Reservationen als in den Vorjahren.

swissinfo und Agenturen

Fakten

Das Montreux Jazz Festival findet vom 4. - 19. Juli statt.

Neben den rund 100 Konzerten des Hauptprogramms werden zahlreiche Gratis-Konzerte geboten.

Jethro Tull wird den Mix aus Rock und Reggae, wie Jazz, Brazil, Hip-Hop und elektronischen Klängen eröffnen.



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