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Studie


Schweizer Jugend tanzt aus der Reihe


Die Jugend will heutzutage alles auf einmal: Karriere machen und Ausgewogenheit zwischen Berufs- und Privatleben. Das zeigt das Credit Suisse Jugendbarometer 2016. Weil die Jungen zudem immer öfter zum Smartphone greifen und Apps nutzen, sind sie gestresst.

Die repräsentative Umfrage – durchgeführt in der Schweiz, den USA, Singapur und Brasilien – kommt auch zum Schluss, dass Politik im Internet funktioniert und Migration eines der Themen ist, das Junge zwischen 16 und 25 Jahre am meisten beschäftigt.

Sie sind dauernd online, um miteinander zu kommunizieren, sich zu informieren, zu spielen und um neue Plattformen zu entdecken (in der Schweiz ist "Snapchat" sehr beliebt). "Aus all dem lässt sich schliessen, dass die heutige Generation zunehmend gestresst ist", schreibt Credit Suisse in der am Donnerstag veröffentlichten Studie.

Die Mehrheit der Befragten findet es gut, dass politische Angelegenheiten online kommentiert und diskutiert werden können, sei es im Internet oder in den Sozialen Medien. Die Politik könne davon profitieren. Die Jungen sind sich aber auch der Gefahren bewusst, wie zum Beispiel möglicherweise manipulierter politischer Inhalt auf Facebook oder Twitter.

Migration und Flüchtlinge

Ausser in der Schweiz stimmen die Befragten folgender Aussage mit grosser Übereinstimmung zu: "Facebook, Twitter und Online-Kommentare machen Politik interessanter und motivieren Nutzer zu mehr politischem Engagement". In der Schweiz finden immerhin 39 Prozent der Jungen, dass Internet-Demokratie die Mitbestimmung fördert.

Die Befragten rechnen Flüchtlinge und Migration zu den grössten Problemen der Schweiz. Dabei zeigt die Umfrage, dass das Flüchtlingsthema zunehmend an Bedeutung gewinnt: Fanden 2010 noch 22 Prozent der Befragten in der Schweiz, dass es sich hierbei um ein Problem handle, sind es heute bereits 46 Prozent. Für 45 Prozent sind "Ausländer und Migration" ein Grund zur Sorge.

Schweizer Bevölkerung gibt sich glücklich

Eine ebenfalls am Donnerstag veröffentlichte zweite Studie kommt indessen zum Schluss, dass die Schweizer und Schweizerinnen weitgehend zufrieden sind mit ihrem Leben. Das Schweizer Kompetenzzentrum Sozialwissenschaften FORS warnt aber in seinem Bericht auch vor einem "sozialen Druck zu sagen, man sei glücklich".

Die Studie basiert unter anderem auf wirtschaftlichen und sozialen Faktoren sowie auf finanziellem Wohlbefinden. Demnach finden die Befragten, sie hätten ein grösseres politisches Mitspracherecht als Menschen in Deutschland, Schweden und Polen.

Sie sind grundsätzlich glücklich mit ihrer Arbeit. Je höher die Stellung in der Firma, desto höher ist auch die Zufriedenheit. Umgekehrt sinkt das Glücksgefühl bei Menschen ohne Zugang zu einer höheren Ausbildung oder qualifizierten Arbeit.


(Übertragung aus dem Englischen: Kathrin Ammann)

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