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Swiss Entrepreneurship Startups als Zugkraft nach oben?

Zwei Frauen sitzen an einem Tisch vor einem Laptop.

Konzentriertes Arbeiten: Die jungen Unternehmerinnen aus sechs Ländern vertiefen ihr Wissen während eines Workshops in Zürich.

(Swisscontact)

Francesca ist mit 24 anderen jungen Unternehmerinnen aus sechs Ländern während einer Woche in Zürich. Hier arbeiten sie im Rahmen eines von der Schweizer Entwicklungszusammenarbeit unterstützten Programms an der Weiterentwicklung ihrer Geschäftsidee, tauschen sich mit Gleichgesinnten aus, erhalten Rückmeldungen von Profis und üben den Ernstfall.

Organisiert wird der Workshop von Swisscontactexterner Link, einer der Privatwirtschaft nahestehenden Stiftung, als Teil des vierjährigen "Swiss Entrepreneurship Programmexterner Link", welches das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) mit gut 15 Millionen Franken finanziert. Viele der Teilnehmerinnen wüssten beispielsweise nicht, welche Form der Investition sie konkret bräuchten, stellt die Programmverantwortliche Teresa Widmer fest. Überlebenswichtig für ein Startup seien aber auch die Konzentration auf die Produktentwicklung und die Vernetzung.

Zum Workshop fand Francesca über ein Auswahlverfahren von Emprende UPexterner Link, dem an einer Uni angeschlossenen Zentrum für Unternehmertum und Innovation in Lima, Peru. Emprende UP ist eine der Partnerorganisationen, mit denen Swisscontact arbeitet. Diese Woche sei eine Ausnahme, hält Widmer von Swisscontact fest. "98% der Projektarbeit geschieht vor Ort".

Swisscontact schickt aber im Rahmen des Entrepreneurship-Programms nicht einfach Helfer zu den Bedürftigsten vor Ort. Vielmehr unterstützt die Stiftung lokale Experten und Organisationen, die jungen Unternehmerinnen und Unternehmern beim Aufbau ihres Startups mit Rat und Tat zur Seite stehen.

"Wir arbeiten in diesem Programm mit sehr gut ausgebildeten Leuten zusammen, im Gegensatz zur klassischen Entwicklungszusammenarbeit", sagt Widmer. Es soll eine Art Zugkraft nach oben entstehen, die den Menschen in ihren Ländern eine Perspektive biete und Arbeitsplätze schaffe.

Da die Gründung eines eigenen Unternehmens in Albanien, Bosnien, Mazedonien, Peru, Vietnam und Serbien noch nicht als vielversprechender Karriereschritt gilt, ist auch Medienarbeit ein zentraler Bestandteil des Programms: Die Bevölkerung soll von den erfolgreichen jungen Startups in ihrem Land erfahren.

Was nimmt Francesca von dieser Woche mit nach Lima? Viele «massgeschneiderte» Tipps und Tricks aus den zahlreichen Gesprächen mit den anwesenden Mentorinnen, wie sie sagt. Und den bereichernden Austausch mit den anderen Teilnehmerinnen. Klar seien sie auch alle ein bisschen Konkurrentinnen, sagt sie lachend. Aber das sei halt "Teil des Spiels".

Berufsbildung schafft Perspektiven

Bildung gilt als das Nonplusultra zur Bekämpfung von Armut und Ungleichheit und ist ein grundlegender Bestandteil der Schweizer Entwicklungspolitik. So stand denn auch die diesjährige Jahreskonferenz der Schweizer Entwicklungszusammenarbeitexterner Link ganz im Zeichen der Berufsbildung.

Die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (Deza) und das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) organisierten den Anlass an der ETH Lausanne mit rund 1000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern gemeinsam.

Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann erinnerte in seiner Eröffnungsrede daran, dass auch heute nur rund 35% der Bevölkerung die obligatorische Schulbildung abschliessen. Die Herausforderungen seien gross: "Aufgrund der demografischen Entwicklung müssen kurzfristig mehrere hundert Millionen Arbeitsplätze geschaffen werden", so Schneider-Ammann.

Die Schweiz will sich engagieren, lautete die Botschaft. Bildung sei für die Schaffung von Perspektiven entscheidend und letztere nützten schliesslich der ganzen Gesellschaft.

Die Deza verfügt seit diesem Jahr über eine Bildungsstrategie zur Grundbildung und Berufsbildung. Auch die Botschaft zur internationalen Zusammenarbeit 2017-2020externer Link betont das Engagement der Schweiz in diesen Bereichen. Die DEZA wird in den kommenden vier Jahren 50% mehr Mittel für die Berufsbildung einsetzen. Das SECO seinerseits wird 40 bis 50 Millionen Franken für die Stärkung von Fachkompetenzen bereitstellen.


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