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Es gibt in der Schweiz kaum einen Lebensbereich, zu dem nicht auch eine Versicherung abgeschlossen werden kann. Von der obligatorischen Krankenversicherung bis zur Autohaftpflicht-Versicherung.

Schweizerinnen und Schweizer haben mehr Versicherungen als jede andere Nation. Wichtig zu wissen ist bei einem Umzug hierher jedoch vor allem, dass es eine Reihe obligatorischer Versicherungen wie beispielsweise die Krankenversicherung gibt.

Krankenversicherung

Die Krankenversicherung, eine Grundversicherung, ist für alle in der Schweiz wohnhaften Personen obligatorisch.

Die Grundversicherung erbringt Leistungen bei Krankheit und Mutterschaft und bei Unfällen, die von der Unfall-Versicherung nicht gedeckt sind. Sie deckt grundsätzlich die Kosten von Arztbesuchen, von ambulanten und Spital-Behandlungen (allgemeine Abteilung, Spital im Wohnkanton) und ärztlich verschriebenen Medikamenten.

Die Grundversicherung wird bei einem privaten Versicherungsunternehmen (Krankenkasse) abgeschlossen, die Wahl ist frei. Der Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung ist bei allen Krankenkassen derselbe, die Beitragshöhe jedoch von Kanton zu Kanton, von Kasse zu Kasse unterschiedlich.

Weitere Informationen zum Leistungskatalog der gesetzlichen Grundversicherung finden Sie beim Bundesamt für Gesundheit.

Der Aufbau des Krankenkassensystems gleicht dem der privaten Kassen in Deutschland. Alle Mitglieder einer Familie sind einzeln versichert. Auch müssen Arzt- und Medikamentenrechnungen in der Regel selbst bezahlt werden, bevor die Kosten von der Krankenkasse zurückerstattet werden.

Die Krankenversicherung wird durch Beiträge (Prämien) der einzelnen Versicherten finanziert. Da die Höhe der Prämien der Grundversicherung nicht ans Einkommen gekoppelt ist, gewährt die öffentliche Hand Personen mit bescheidenem Einkommen Unterstützungsbeiträge.

Jeder und jede Versicherte bezahlt eine je nach Krankenkasse, Wohnort und Versicherungsform unterschiedliche Prämie. Erwachsene und Kinder sind individuell versichert. Je nach Region bestehen beträchtliche Unterschiede.

Es gibt im Rahmen der Grundversicherung verschiedene Policen mit einer Kostenbeteiligung (Franchise, Selbstbehalt) zwischen 300 und 2500 Franken für Erwachsene und null bis 600 Franken für Kinder. Eine höhere Franchise führt zu einer niedrigeren Versicherungsprämie. Dazu kommt ein Selbstbehalt von 10% der restlichen medizinischen Kosten (bis zu maximal 700 Franken für Erwachsene pro Jahr, 350 Franken für Kinder).

Die Höhe der Prämie hängt auch von der Wahl des Versicherungsmodells ab (beispielsweise Hausarztmodell oder HMO-Modell, Gruppenpraxis).

Weitere Angaben zu den Prämien und den verschiedenen Modellen finden Sie beim Bundesamt für Gesundheit. Angebote und Prämienvergleiche finden Sie unter anderem beim Vergleichsdienst Comparis.ch.

Zusatzversicherungen zur Krankenversicherung

Wer will, hat auch die Möglichkeit, Zusatzversicherungen abzuschliessen, sei es für Privatzimmer bei Spitalaufenthalten, Zahnbehandlungen, Behandlungen im Ausland und anderes mehr. Wer in die Schweiz übersiedelt, muss spätestens drei Monate nach der Ankunft eine Krankenversicherung abschliessen.

Weitere Auskünfte zur Versicherungspflicht finden Sie beim Bundesamt für Gesundheit.

Probleme?

Bei Problemen mit der Krankenkasse oder der Zusatzversicherung können die Dienste der Ombudsstelle Krankenversicherung beansprucht werden. Die Ombudsstelle befasst sich mit Fragen und Problemen, die zwischen Versicherten und Krankenkassen auftreten können.

Auf der privaten Website "Krankenversicherung.ch" finden Sie praktische Informationen wie Listen der Krankenversicherungen oder ein Rechner zum Vergleich der Prämien verschiedener Anbieter.

Unfallversicherung

Die Krankenversicherung deckt die Kosten von Unfällen nicht in jedem Fall. Dazu braucht es eine separate Unfallversicherung. Wer mindestens acht Stunden pro Woche für denselben Arbeitgeber arbeitet, ist bereits gegen Unfall versichert, auch bei Unfällen, die nicht am Arbeitsplatz passieren. Wer nicht angestellt ist, muss eine Unfallversicherung abschliessen.

Weitere Informationen zum Thema Unfallversicherung finden Sie beim Bundesamt für Gesundheit.

Haushalts- und Haftpflichtversicherung

Empfehlenswert ist der Abschluss einer privaten, so genannten Hausratversicherung. Mit dieser werden Schäden an Gegenständen im Haushalt (inklusive Keller, Balkone, Gärten etc.) gedeckt. Die Versicherung beinhaltet meistens Schäden durch Feuer, Wasser und Diebstahl.

Versichert werden sollte der Neuwert aller Gegenstände, also der Betrag, den es braucht, um beschädigtes oder gestohlenes Gut neu zu kaufen. In einigen Kantonen ist eine Versicherung gegen Feuerschäden obligatorisch. In der Regel ist in den Hausratversicherungen auch eine Diebstahlversicherung enthalten.

Die Privathaftpflichtversicherung deckt Schäden an Drittparteien, Personen oder Sachen und kommt auch für Mieterschäden auf. Es gibt Familienpolicen, in denen durch die eigenen Kinder verursachte Schäden meistens eingeschlossen sind.

Angebote und Prämienvergleiche finden Sie unter anderem beim Vergleichsdienst Comparis.ch.

Die Ombudsstelle für Privatversicherungen befasst sich mit allfälligen Problemen, die zwischen Versicherten und Versicherungen auftreten können und kann Versicherten bei Fragen mit Rat zu Seite stehen.

Haftpflichtversicherung für Fahrzeuge

Wer in der Schweiz ein Auto, Motorrad oder Motorfahrrad besitzt, braucht obligatorisch eine Motorfahrzeugs-Versicherung. Diese deckt Sach- und Personenschäden an Dritten ab, die vom Fahrer oder der Fahrerin beziehungsweise vom Fahrzeug verursacht werden.

Daneben können freiwillige Versicherungen abgeschlossen werden, wie die Teilkasko-Versicherung, die für Schäden wie Feuer, Diebstahl, Vandalenakte oder Elementarereignisse aufkommt, oder die Vollkasko-Versicherung für selbstverursachte Schäden im Kollisionsfall. Eine separate Insassen-Unfallversicherung ist nicht unbedingt nötig, da Personen, die in der Schweiz leben, eine Unfallversicherung abschliessen müssen.

Wie anderswo gibt es zahlreiche Versicherungspolicen, die sich im Detail und im Preis voneinander unterscheiden. Weitere Informationen über Policen und Preise von Motorfahrzeug-Versicherungen findet man zum Beispiel beim Touring Club Schweiz (TCS), beim Verkehrsclub der Schweiz (VCS) oder beim Vergleichsdienst Comparis.ch.

Auch für Fahrräder (Velos) muss eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen werden.

Wer im Rahmen von Mobility Carsharing ein Auto fährt, ist im Schadenfall über das Unternehmen mit einer Haftpflicht-, Kasko- und Insassenversicherung (mit einem gewissen Selbstbehalt) gedeckt.

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