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Was sagen die Leser?


Arbeiten auch mit bedingungslosem Grundeinkommen, aber…




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Soll der Bund in Zukunft jeder Bürgerin und jedem Bürger von der Geburt bis zum Tod ein bedingungsloses Grundeinkommen auszahlen, das "ein würdevolles Leben" ermöglicht? Die Antwort gibt das Schweizer Stimmvolk am 5. Juni. In der Zwischenzeit führt der Vorschlag zu vielen Reaktionen. Auch unter der Leserschaft von swissinfo.ch.

"Ich würde nicht aufhören zu arbeiten ", oder "zumindest nicht vollständig", falls der Staat jeder und jedem ein bedingungsloses Grundeinkommen (BGE) auszahlen würde: Dieser Meinung sind die meisten unserer Leserinnen und Leser, die sich direkt über swissinfo.ch oder über unsere Facebook- und Weibo-Seiten in verschiedenen Sprachen zur Vorlage geäussert haben.

Geschätzte Arbeit

"Ich würde weiterhin arbeiten! Es ist eine Frage der Würde und des Respekts für jene, die ihr Einkommen mit ihrer Arbeit erzielen. Die Idee eines bedingungslosen Grundeinkommens mag gerecht sein, aber jeder sollte es sich mit echter Arbeit verdienen müssen." (Alberto, Italienisch)

 (swissinfo.ch)
(swissinfo.ch)

"Natürlich würde ich weiter arbeiten. Es liegt in meiner Verantwortung, meine Unterkunft zu finanzieren, nicht in jener des Staates. Der Staat hat mich ausgebildet und medizinisch versorgt während der Schuljahre. Er hat seinen Teil getan". (Esther, Deutsch)

"Ich würde nicht aufhören. Aktivität ist entscheidend für die Gesundheit und das Wohlergehen des Menschen." (Myriam, Spanisch)

"Nein, unmöglich. Arbeit ist das Leben, und ohne diese wird es langweilig, ohne Ziel und ohne jedes Gefühl, etwas geleistet zu haben" (Tanja, Arabisch)

"So ein Blödsinn. Der Lebensunterhalt muss mit Arbeit verdient werden. Sonst geht es mit einem Land schneller bergab, als man denkt. Der Wohlstand der Schweiz wurde durch Arbeit erreicht und nicht durch Blödsinn." (Thomas, Deutsch)

"Ich würde weiterarbeiten, weil ich meinen Kindern einen Vater zeigen möchte, der arbeitet, und weil ich ihnen den Wert des Geldes lehren möchte." (Hidehiko, Mann, Japanisch)

"Ich lebe hier in den Philippinen seit über 16 Jahren und könnte damit einmal pro Jahr nach Hause fliegen! Bin 64 Jahre alt und bekomme die Frührente von der AHV: nur CHF 834.--. Ich komme damit nur knapp durch." (Gusti52, Deutsch)

"Nein. Ich würde aber definitiv besser, kreativer und motivierter arbeiten..." (Arnold, Deutsch)

"Die Arbeit ist wichtig und dient nicht nur dazu, Geld zu verdienen, sondern auch etwas zu lernen, sich zu sozialisieren, Fortschritte zu machen, einen wachen Geist zu behalten." (Isa, Französisch)

"Würde ich als Auslandschweizerin auch 2500 Franken bekommen? Wenn ja, wäre das ein absoluter Glücksfall." (Monika, Deutsch)

Mehr Kinderbetreuung oder persönliche Aktivitäten

Mehrere Leserinnen und Leser sehen den Vorteil eines BGE besonders in der Möglichkeit, die Arbeitszeit zu reduzieren oder einen langen Urlaub zu nehmen, um ihren Kindern mehr Zeit widmen zu können.

"Ohne Geldsorgen könnte ich weniger arbeiten und mehr Zeit mit meinen Kindern verbringen. Doch ich würde nicht aufhören zu arbeiten, denn für eine moderne arbeitende Mutter ist die Arbeit entspannender, als sich um die Kinder zu kümmern." (Lili, Chinesisch)

"Vollständig aufhören? Ich denke nicht. Aber ich würde mir erlauben, die Arbeit über längere Zeit niederzulegen, um mich um meine künftigen Kinder zu kümmern, wenn ich sicherlich einmal welche haben werde. Ein bedingungsloses Grundeinkommen für Hausfrauen wäre die viel bessere Alternative." (LuCie, Französisch)

 (swissinfo.ch)
(swissinfo.ch)

"Paare mit Kindern könnten weniger arbeiten, um mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen zu können." (Riccardo, Italienisch)

"Ich sehe das bedingungslose Grundeinkommen als Chance. Vor allem für Eltern, die Ihr behindertes/krankes Kind betreuen, oder für alleinerziehende Mütter/Väter etc." (Anja, Deutsch)

"Ich bin Hausfrau, weshalb mir das BGE erlauben würde, einer kleinen Aktivität nachzugehen, weil es mögliche Betreuungskosten decken würde." (Tanja, Französisch)

"Im Gegenteil, ich hätte noch besser Zeit, um meine persönlichen Berufsprojekte zu entwickeln. Deshalb Nein, ich würde nicht weniger arbeiten, aber unter besseren Bedingungen." (Noël, Französisch)

"Ich würde weiterhin arbeiten, weil ich meine Arbeit liebe und sie wichtig ist. Ich würde aber mehr Zeit für ehrenamtliche Tätigkeiten einsetzen und mich weiterbilden." (Annick, Französisch)

"Ich würde nicht aufhören zu arbeiten, aber ich würde vielleicht meine Einstellung zur Arbeit in Frage stellen und ohne Zweifel anderen Aktivitäten nachgehen." (KrummenHacker, Mann, Französisch)

Veränderung

Einige sehen ein bedingungsloses Grundeinkommen als Chance, sich selbständig zu machen oder eine neue Arbeit zu suchen.

"Ich würde meine Arbeit aufgeben, die ich nicht gerne mache, der ich aber nachgehen muss, um leben zu können. Ich würde vielmehr eine andere Arbeit suchen, die meinen Kompetenzen mehr entspricht und mir viel mehr Vergnügen bereitet!" (Kahoru, Frau, Japanisch)

 (swissinfo.ch)
(swissinfo.ch)

"Ich würde mit echter Motivation, mit mehr Einsatz und Überzeugung arbeiten, weil ich die Möglichkeit und die Zeit hätte, eine Aktivität zu finden/zu schaffen, die mehr Sinn für mich macht." (Marc, Französisch)

"Es wäre für mich die Gelegenheit, etwas zu machen, das ich liebe und das unabhängig vom Einkommen, das ich verdiene. Ja, ich stimme ohne Zögern zu." Nadjib (Arabisch)

"Ich würde weiter arbeiten. Vermutlich würden viele Menschen ihren Beruf wechseln und eher etwas wählen, was ihrem Herzenswunsch entspricht. Leute in Dienstleistungsberufen wären freundlicher und Bankangestellte würden ehrliche Ratschläge geben und nicht nur versuchen, ihre Ziele zu erreichen." (Olga, Russisch)

Wer würde bezahlen?

Aus den Kommentaren der Leserinnen und Leser ist aber auch die Sorge abzulesen, wer das BGE bezahlen soll.

"Alles, was man vom Staat verlangt, muss irgendwie finanziert werden. Das heisst, alle diese Milliarden, um von der Geburt bis zum Tod finanziert zu werden, müssen irgendwo besorgt werden. Es werden immer noch die Bürger sein, die direkt oder indirekt dafür zahlen müssen." (Cinzia, Italienisch)

 (swissinfo.ch)
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"Ja, aber woher soll der Staat das Geld nehmen? Da bis heute das Geld erwiesenermassen nicht auf den Bäumen wächst, würde das alles durch verschiedene Steuern und Abgaben aus unseren Taschen finanziert." (Dony, Italienisch)

"Sollte die Schweiz eine solche Politik einführen, nehme ich an, dass die Steuererrechnung höher ausfallen wird." (More than just Da, Mann, Chinesisch)

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