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WEF19 Geschlechterkluft schliessen: eine Schweizer Sichtweise am WEF

crowd with few women

Women account for just 22% of WEF attendees. When will it be 50%?

(© KEYSTONE / LAURENT GILLIERON)

Am Rande des World Economic Forum (WEFexterner Link) gibt Simona Scarpaleggia, CEO von IKEA Schweiz, ihre Einschätzung ab, was es bedeutet, wenn das globale Treffen in Davos eines Tages ein 50-50-Geschlechterverhältnis unter den Teilnehmenden erreichen soll.

Forum zum Thema Gleichstellung

Simona Scarpaleggia nahm gemeinsam mit Sylvie Durrer vom Eidgenössischen Büro für die Gleichstellung von Mann und Frauexterner Link sowie Suba Umathevan vom Hilfswerk Plan International Schweizexterner Link an einer WEF-Begleitveranstaltung zum Thema Gleichstellung der Geschlechter in der Schweiz teil. Das Forum wurde von The Female Quotientexterner Link durchgeführt, einem Unternehmen in Frauenhand, das sich auf die Gleichstellung am Arbeitsplatz spezialisiert hat.

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IKEA Schweizexterner Link ist eines von wenigen Unternehmen in der Schweiz, aber auch weltweit, in denen das Geschlechterverhältnis im Management 50 zu 50 ist. Die in Italien geborene Simona Scarpaleggia fordert ein Ende des Teilzeitarbeits-Tabus, das sie als eines der Haupthindernisse für die Karrieremöglichkeiten junger talentierter Frauen beurteilt. "In der Schweiz gilt es als Karriere-Hindernis, aber wir [bei IKEA] sehen es als Chance.... Warum sollten wir Talente verdrängen?"

Unter Scarpaleggia hat IKEA Schweiz zwei Richtlinien eingeführt, die damals umstritten waren. Dazu gehören zwei Monate Vaterschaftsurlaub und Möglichkeiten der Teilzeitarbeit auf allen Ebenen des Unternehmens. Diese Richtlinien hatten laut Scarpaleggia keine negativen Auswirkungen auf das Geschäft. IKEA Schweiz gehört laut Umfragen des Beratungsunternehmens Grate Place To Workexterner Link regelmässig zu den Unternehmen mit der besten Arbeitsplatz-Kultur.

Das WEF ist eine wohlhabende Stiftung

WEF CEO Klaus Schwab

Das WEF ist eine wohlhabende Stiftung (SRF-Sendung Rendez-vous vom 21.01.2019)

Ein gutes Jahr für die Schweiz

2018 war – was das Geschlechterverhältnis betrifft – für Sylvie Durrer vom Eidgenössischen Büro für die Gleichstellung von Mann und Frau ein gutes Jahr. Dazu beigetragen habe der Entscheidexterner Link des Parlaments anfangs Dezember, wonach Unternehmen mit mindestens 100 Arbeitnehmenden künftig alle vier Jahre Lohngleichheits-Analysen durchführen müssen. 

Damit sich die Gleichstellung 37 Jahre nach Inkrafttreten des Gleichstellungsartikels der Verfassung in der Wirtschaft durchsetze, sei es wichtig, dass der öffentliche Sektor den Weg weise und mit gutem Beispiel vorangehe, sagt sie.

2016 hatte der Bund zusammen mit Kantonen und Gemeinden eine Charta ins Leben gerufen, um  Lohngleichheit im öffentlichen Sektor durchzusetzen.  Mit der Unterzeichnung der Charta bekräftigen die Behörden, Lohngleichheit in ihrem Einflussbereich umzusetzen, und zwar als Arbeitgebende, bei Ausschreibungen im öffentlichen Beschaffungswesen oder als Subventionsorgane. Bisher haben 15 Kantone, 59 Gemeinden und der Bund unterzeichnet.

Suba Umathevan, die heute für das Hilfswerk Plan International Schweiz tätig ist, war als zweijährige aus Sri Lanka in die Schweiz geflüchtet. Sie sieht den Schlüssel zur Förderung der Geschlechtergleichstellung darin, den jungen Frauen eine Stimme zu geben, damit sie für ihre eigenen Rechte kämpfen könnten. "Es gibt so viele Stereotypen, wenn es um weibliche Führungskräfte geht. Wir müssen diese Barrieren überwinden, und das beginnt bei jüngeren Frauen und Männern."

Obwohl der Weg noch lang ist, hat die Schweiz laut Durrer deutliche Fortschritte gemacht. Durrers grösster Wunsch sei, dass "die Schweiz das Rennen gewinnt".

WEF-Initiative zur LGBTI-Gleichstellung

Das WEF hat eine neue Partnerschaft für Global LGBTI Equalityexterner Link lanciert. Die Initiative zielt darauf ab, Unternehmen dazu zu bringen, eine stärkere Einbeziehung von Mitgliedern eines breiten Spektrums von Sexualität und geschlechtsspezifischen Identitäten am Arbeitsplatz zu fördern. Die multinationalen Unternehmen Accenture, Deutsche Bank, EY, Mastercard, Microsoft, Omnicom und Salesforce sind die treibende Kraft hinter diesen Bemühungen. Schweizer Unternehmen gehörten nicht zu Gründungsmitgliedern der Initiative.

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Handelsstreit ist grosses Thema am WEF


(Übertragung aus dem Englischen: Peter Siegenthaler)

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