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Innovation Die besten Schweizer Startups 2018

Drohne

Eine Drohne, die für den Menschen unzugängliche Orte erreichen kann, gehört zu den fünf besten Innovationen, die 2018 prämiert wurden.

(starup.ch)

Ein Armband für Frauen, um die fruchtbaren Tage zu ermitteln, eine Software für die Steuerung von autonom fahrenden Fahrzeugen oder menschliche Haut, die im Labor hergestellt wird: Das sind einige der technologischen Innovationen, welche die besten Schweizer Startup-Firmen entwickelt haben. Am Mittwoch wurden diese im Rahmen des TOP100 Swiss Startup Award prämiert.

Startup-Firmen sind wie ein Spiegel der Innovationsfähigkeit eines Wirtschaftsstandortes. Es handelt sich um Jungunternehmen, die neue technologische oder kommerzielle Ideen umsetzen und ein hohes Wachstumspotential aufweisen. Die Aktivitäten dieser Firmen sind besonders wichtig für ein Land wie die Schweiz, das im Global Innovation Indexexterner Link – einer weltweiten Rangliste zur Innovationsfähigkeit – seit acht Jahren den ersten Rang einnimmt. Dieser Index wird von der Weltorganisation für geistiges Eigentumexterner Link (WIPO) der Vereinten Nationenexterner Link herausgegeben.

Der jährliche TOP100 Swiss Startup Awardexterner Link stellt in diesem Zusammenhang eine hervorragende Möglichkeit dar, um Entwicklungen und Trends bei Startup-Unternehmen zu erkennen. Angesichts der diesjährigen Top-100-Liste der besten Startups fällt auf, dass fast die Hälfte dieser Unternehmen ihren Sitz im Kanton Zürich haben und ein Viertel im Kanton Waadt. Von den besten 10 Unternehmen stammen neun aus diesen beiden Kantonen.

Dies spiegelt einerseits die dynamische Innovationskraft der beiden wichtigsten Wirtschaftsregionen des Landes wider, dem Wirtschaftsraum Zürich sowie dem Genferseebogen, andererseits auch die Bedeutung und die Ausstrahlungskraft der beiden Eidgenössischen Technischen Hochschulen (ETHZ in Zürich, EFPL in Lausanne). Diese Hochschulen sind gehören zu den weltweit besten Universitäten. 

Seit einigen Jahren werden grosse Anstrengungen unternommen, um die wissenschaftliche und technologische Forschung an den beiden Eidgenössischen Technischen Hochschulen stärker an die reale Wirtschaftswelt anzubinden. Diverse Programme wurden lanciert, um Firmengründungen durch junge Studenten beziehungsweise Studienabgänger zu unterstützen.

Unter den 100 besten Startups dominieren Unternehmen aus folgenden Branchen: Informatik, Ingenieurswesen, Biotechnik und Medizinaltechnik. Auch in diesen Branchen spiegelt sich der Einfluss der Eidgenössischen Technischen Hochschulen und Fachhochschulen, genauso wie die langjährige Tradition der medizinisch-pharmazeutischen Forschung in der Schweiz. In der Rangliste finden sich hingegen erst wenige Unternehmen aus der Blockchain-Branche, obwohl in der Schweiz in den letzten Jahren Dutzende dieser avantgardistischen Finanztechnologie-Firmen gegründet wurden.

Grafik beste Startups 2018

Grafik zu den Tätigkeitsfeldern der 100 besten Startups

Die Top 100 Swiss Startup Awards werden jedes Jahr von Venturelabexterner Link vergeben, einem Programm, das von der Schweizerischen Agentur für Innovationsförderung (Innosuisse) in enger Zusammenarbeit mit den Universitäten, den Eidgenössischen Technischen Hochschulen und den Fachhochschulen lanciert wurde.

Und das sind die fünf bestplatzierten Startups des Jahres 2018:

1. Ava 

Die Zürcher Firma Avaexterner Link, die bereits letztes Jahr auf Rang 1 landete, entwickelt ein „Ovulationsarmband“, welches mit einer Wahrscheinlichkeit von 90 Prozent die fruchtbaren Tage der Frau innerhalb des Menstruationszyklus misst. Das Gerät basiert auf einer patentierten Multi-Sensor-Technologie, welche während des Schlafs neun physiologische Parameter misst, darunter Haupttemperatur, Ruhepuls, Atemfrequenz und Schlafphasen. Ava hat in den USA bereits grossen Erfolg, und die Firma versucht nun, in den Märkten von Europa und China zu expandieren. 

Gründung von Start-up-Unternehmen "Die Schweizer nehmen nicht gerne grosse Risiken in Kauf"

Zwar sind Schweizer in unternehmerischer Hinsicht traditionell vorsichtig. Dennoch wuchs die Zahl der Start-ups in den letzten Jahren beachtlich.

2. Bestmile 

Das 2014 in Lausanne gegründete Startup Bestmileexterner Link bietet einen sogenannten Cloudservice für Flottenmanagement von autonomen Fahrzeugen an. Dank einer neuartigen Software können selbstfahrende Fahrzeuge kontrolliert und gesteuert werden, ähnlich wie bei einem Kontrollturm. Die Fahrzeuge können in Realzeit verfolgt werden, Wartezeiten und Fahrwege lassen sich optimieren, technische Ausfälle frühzeitig erkennen. Die Technologie von Bestmile steckt bereits in den autonomen Shuttles (selbstfahrende Postautos) von Sion VS und wird in einigen französischen Städten verwendet.

3. Lunaphore 

Lunaphoreexterner Link, ein Spin-off der EPFL, wurde im April 2014 gegründet. Das in der Medizinaltechnik tätige Unternehmen hat eine innovative Gewebe-Diagnoseplattform entwickelt, die hauptsächlich für die Analyse und Klassifizierung von Tumoren eingesetzt werden kann. Die Plattform basiert auf einer Mikrofluid-Chip-Technologie, welche die Feinabstimmung der diagnostischen Untersuchungen erlaubt, und die Geschwindigkeit und Genauigkeit der Analysen erhöht.

4. Flyability 

Flyability externer Linkist ein weiteres Startup aus dem Kanton Waadt, das auf den Bau von Drohnen spezialisiert ist, welche dank einer Schutzhülle durch komplexe und enge Räume fliegen können, ohne diese dabei zu beschädigen oder der Umwelt zu schaden. Die als Spin-off der ETH Lausanne entwickelte Technologie unbemannter Fluggeräte kann in zahlreichen Anwendungsbereichen genutzt werden, in denen ihr Einsatz bisher zu gefährlich oder schlicht unmöglich war. Auch Kosten lassen sich reduzieren.

5. Cutiss 

Das Zürcher Startup-Unternehmen Cutiss externer Linkhat sich auf die Züchtung von personalisierten Haupttransplantaten für Hauptprobleme spezialisiert. So können etwa Patienten behandelt werden, die unter Verbrennungen leiden. Die Bioingenieure des Unternehmens sind in der Lage, aus einem kleinen Stück Haut grösser Hautflächen zu züchten. Dank der personalisierten Entwicklung haben Verbrennungsopfer viel kleinere Narben und verspüren weniger Schmerzen. Das Startup ist ein Spin-off der Universität und ETH Zürich.


(Übertragung aus dem Italienischen: Gerhard Lob)

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